Motorsport Magazin Rhein-Berg
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  • Land-Motorsport und Mamerow Racing Kein Start beim 24h-Rennen

    Von Sascha Kröschel | 14.Mai 2009

    Land-Motorsport muss leider die Nennung zum 37. ADAC Zurich 24h-Rennen zurĂŒckziehen. Gesundheit geht vor Erfolg, denn Initiator und Fahrer Toto Wolff hat keine Freigabe von seinem Ärzteteam bekommen.

    Die Vorbereitungen zum 24h-Rennen 2009 auf der Nordschleife standen unter keinem guten Stern. Nach einem unverschuldeten Unfall im Rahmen der VLN hatte das Team von Land-Motorsport binnen 5 Arbeitstagen den RSR wieder aufgebaut. Der Pechvogel flog dann wieder mit zum NĂŒrburgring, denn beim vorbereitenden Test fĂŒr den nĂ€chsten VLN-Lauf auf der Nordschleife platzte Toto Wolff in der Fuchsröhre ein Reifen.

    Fahrer und Initiator fĂŒr das Projekt 24h NĂŒrburgring, Toto Wolff, schlug mit 268 km/h ein und hat sich von diesem schweren Unfall bis heute nicht ganz erholen können. WĂ€hrend das Auto wieder aufgebaut wurde und nun fertig vorbereitet in Niederdreisbach in der Halle steht, zitterte das Land-Team in den vergangenen Wochen um die Gesundheit und Startfreigabe von Toto Wolff. Letztendlich soll die Vernunft um die Gesundheit siegen, denn nach einem abschließenden Ärztecheck am letzten Freitag gab es eine definitive Absage aus gesundheitlichen GrĂŒnden. (Quelle: Land-Motorsport)

    Auch Mamerow sagt den Start beim 24h-Rennen ab

    Nach dem erfolgreichen Saisonbeginn in die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft NĂŒrburgring mit den zwei PodiumsplĂ€tzen, zĂ€hlte fĂŒr viele die Besatzung des Mamerow – Porsche GT3 CUP S bereits zu den heißesten PodiumsanwĂ€rtern beim 24 Stunden Marathon durch die „GrĂŒne Hölle“. Einer Herausforderung der sich das Team auch gerne gestellt hĂ€tte, dem entsprechend enttĂ€uscht kam jetzt auch die Absage aus Adenau.

    „Es wĂ€re sicherlich einfach die Absage auf den Unfall im letzten Rennen und entsprechend versteckte SchĂ€den oder anderen Ausreden zu schieben, aber das wĂ€re den Fans und unseren Partnern gegenĂŒber nicht fair. Fakt ist, dass wir ohne einen Hauptsponsor die enormen Kosten fĂŒr das Gesamtpaket Langstreckenmeisterschaft und das 24h-Rennen, als ein reines Privat-Team nicht tragen können. Auf dieser Grundlage mussten wir uns fĂŒr eins entscheiden, wir haben uns fĂŒr die LĂ€ufe der VLN entschieden:“ Kommentierte Team Chef Peter Mamerow kurz und offen die Absage des 24h Stundenklassikers auf dem Eifelkurs vom 21. bis 24. Mai und fĂŒhrte weiter fort. „NatĂŒrlich hĂ€tten wir auch gerne unser Leistungspotential ĂŒber die 24h-Distanz direkt hier vor der HaustĂŒr unseres neuen Firmensitzes in Adenau unter Beweis gestellt, aber es sollte nicht sein.“ (Quelle: Mamerow-Motorsport)

    Themen: 24h-Rennen |

    Mille Miglia und BMW – eine lange Tradition

    Von Sascha Kröschel | 13.Mai 2009

    BMW und die Mille Miglia verbindet einen lange gemeinsame Geschichte. Die Erfolge des BMW 328 bei dem 1000-Meilen Rennen sind unvergessen, aber auch die des BMW 507 in den spÀten 1950er Jahren.

    2009 schreibt BMW Classic ein neues Kapitel in dieser langen Tradition. Der BMW 328 Mille Miglia Touring CoupĂ©, Gesamtsieger der Veranstaltung von 1940 wurde extra fĂŒr das Rennen 2009 wieder rennfertig gemacht. Normalerweise ist diese Fahrzeug nur im BMW Museum in MĂŒnchen zu bewundern. Besucher des Museums brauchen aber in der Zeit der Mille Miglia nicht auf den Anblick des legendĂ€ren Renn-Coupes zu verzichten, denn wĂ€hrend der Veranstaltung steht eine original getreue Nachbildung im Museum.

    Neben dem BMW 328 Mille Miglia Touring CoupĂ© gehen noch einige BMW 328 Produktions-Modelle an den Start. Auf den Strassen zwischen Bresica und Rom ist der BMW 328 Mille Miglia Roadster und ein BMW 328 Berlin-Rom Roadster zusehen. Das jĂŒngste BMW Fahrzeug ist ein BMW 507 Baujahr 1957.

    Die Teams:

    Nr. 71 BMW 328 (Prinz Leopold von Bayern / Peter Lovett)

    Nr. 72 BMW 328 (Ulrich Knieps / Dr. Hans Hamer)

    Nr. 73 BMW 328 (Maximilian Schöberl / JĂŒrgen von Kuczkowski)

    Nr. 74 BMW 328 Mille Miglia Coupé ( Andrea Castronovo / Kristian Ghedina)

    Nr. 75 BMW 328 Berlin-Rome Touring Roadster
    (Ian Robertson / Charles Lord March)

    Nr.76 BMW 328 (Dr. Friedrich Eichiner / Dieter Pfundt)

    Nr. 77 BMW 328 Mille Miglia Roadster (Heinrich Lingner / Karl Baumer)

    Nr. 78 BMW 328 (Michael Schröder / Daniel Kiess)

    Nr. 365 BMW 507 (Reiner Löslein / Marcel Botterweck)

    BMW Mille Miglia Bosch Service Rhein-Berg Oldtimer
    (Quelle: BMW Classic)

    Themen: Motorsport |

    Blaupunkt bringt Webradio ins Auto

    Von Sascha Kröschel | 13.Mai 2009

    Seit mehreren Jahren steigt die Nutzung von multimedialen Anwendungen wie Webradio kontinuierlich. Eine wichtige technische Voraussetzung hierfĂŒr war ein Ausbau der Breitband-Internet-Verbindungen. Heute verfĂŒgen rund zwei Drittel aller deutschen Onlinenutzer ĂŒber einen DSL/Breitband-Anschluss, der den komfortablen Abruf datenintensiver Multimedia-Angebote ermöglicht. Gleichzeitig ist seit der Verbreitung von drahtlosen Internetverbindungen ĂŒber WLAN oder Mobiltelefone der Empfang von Radiosendern ĂŒber das Internet nicht mehr auf den PC beschrĂ€nkt. Es gibt eigenstĂ€ndige Webradio-EmpfĂ€nger fĂŒr das Wohnzimmer, die ĂŒber den (WLAN-)Router an das Internet angeschlossen sind.

    Die Blaupunkt-Entwickler haben diesen Trend frĂŒhzeitig erkannt und umgesetzt. Zusammen mit miRoamer, dem weltweit fĂŒhrenden Spezialisten fĂŒr Internet Media Plattformen, bringen die Hildesheimer die ganze Welt des Webradios nun zum ersten Mal und garantiert rauschfrei ins Auto. So ermöglichen die neuen Autoradios Hamburg 600i und New Jersey 600i den Eintritt in die einmalige, faszinierende Musikvielfalt des Internets.

    Möglich wird der Empfang von ĂŒber 20.000 Radiostationen durch eine Internet-Verbindung, die mit einem 3G-fĂ€higen Handy ĂŒber Bluetooth aufgebaut wird. Die Auswahl der Webradio-Stationen erfolgt intuitiv ĂŒber eine klare MenĂŒfĂŒhrung ohne umstĂ€ndliche URL-Eingabe. Über das miRoamer-WebPortal lassen sich zudem weitere Einstellungen wie z. B. Musikstil oder Lieblingssender vorkonfigurieren.

    Neben den neuen Autoradios ermöglicht auch das mobile NavigationsgerĂ€t TravelPilot 600i von Blaupunkt den Empfang von Webradio. Beim Bosch Car Service Rhein-Berg erhĂ€ltlich sind das Hamburg 600i fĂŒr den konventionellen DINSchacht und das New Jersey 600i als 2-DIN-GerĂ€t im Laufe der zweiten JahreshĂ€lfte. Weitere Informationen erhalten Sie hier !

    Themen: Werkstatt |

    Europa-Saison der WTCC beginnt in Pau (Frankreich)

    Von Sascha Kröschel | 12.Mai 2009

    In der FIA World Touring Car Championship (WTCC) geht es Schlag auf Schlag: Nur 14 Tage nach dem erfolgreichen DebĂŒt in Marokko stehen am kommenden Wochenende schon die LĂ€ufe 7. und 8. der Serie auf dem Programm. Nach den langen Geraden von Marrakesch (MA) erwartet die Piloten zum Auftakt der Europa-Saison in Pau (FR) nun ein echter Stadtkurs – mit hohen Randsteinen und vielen engen Kurven.

    Die beiden Rennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Pau sind in dieser Saison die einzigen LÀufe einer Serie mit FIA WM-PrÀdikat auf französischem Boden.

    Der „Circuit de Pau Ville“ ist einer der geschichtstrĂ€chtigsten Kurse auf der ganzen Welt. Bereits 1901 wurde das erste Automobilrennen in den engen Straßen ausgetragen. 1930 war Pau Schauplatz des ersten „Grand Prix“ ĂŒberhaupt. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Bezeichnung noch Pferderennen vorbehalten. Seither ist der „Grand Prix de Pau“ eine Institution in der Motorsport-Landschaft Frankreichs. Er wird 2009 zum insgesamt 69. Mal ausgerichtet, zum dritten Mal dient die Tourenwagen-WM als Hauptveranstaltung.

    Zwischen 1950 und 1963 gastierte die Formel 1 zehn Mal in Pau. Allerdings gehörten diese LĂ€ufe nicht zur offiziellen Weltmeisterschaft. Dennoch liest sich die Siegerliste wie ein „Who-is-who“ des Rennsports dieser Zeit: So triumphierten unter anderem Juan Manuel Fangio, Alberto Ascari, Jack Brabham und Jim Clark auf der heute 2,760 Kilometer langen Strecke.

    Im Anschluss war Pau bis 1984 ein regelmĂ€ĂŸiger Austragungsort fĂŒr LĂ€ufe der Formel-2-Europameisterschaft, auf die ab 1985 die Formel 3000 folgte. Fortan waren es vor allem junge, aufstrebende Fahrer, die sich der Herausforderung des anspruchsvollen Stadtkurses stellten. Auch Jörg MĂŒller hat am Steuer eines Formel-3000-Autos in Pau gute Erfahrungen gesammelt: 1996 trat er dort zum zweiten Saisonrennen an. Nach 72 Runden war Kenny BrĂ€ck der einzige Pilot, den der 39-JĂ€hrige noch nicht ĂŒberrundet hatte. Schließlich ĂŒberquerte MĂŒller mit 5,274 Sekunden Vorsprung auf den Schweden als Sieger die Ziellinie – und gewann am Ende auch die Meisterschaft.

    Pau hat gut 80.000 Einwohner und ist nach Bordeaux die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt der Region Aquitaine. Aufgrund der NĂ€he zu den PyrenĂ€en ist Pau ein regelmĂ€ĂŸiger Etappenort der „Tour de France“. Bereits ĂŒber 60 Mal fĂŒhrte das berĂŒhmteste Radrennen der Welt durch die Stadt.

    Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils ĂŒber 19 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 52,44 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 13.05 Uhr Ortszeit, Rennen zwei startet um 15.20 Uhr.

    TV-Zeiten:
    Sonntag, 17. Mai. 2009
    08:30 Uhr     Eurosport     Qulifikation (Wiederholung)
    09:00 Uhr     Eurosport     Warm up (Live)
    12:45 Uhr     Eurosport     1. Rennen (Live)
    14:45 Uhr     Eurosport     2. Rennen (Live)
    Montag, 18. Mai. 2009
    09:30 Uhr     Eurosport     2. Rennen (Wiederholung)

    (Quelle: BMW Motorsport)

    Themen: Motorsport |

    Bosch Motorsport ist Exklusivlieferant fĂŒr DTM-Fahreuge

    Von Sascha Kröschel | 11.Mai 2009

    Alle Fahrzeuge der DTM haben hochkomplexe Renntechnik von Bosch Motorsport an Bord. Wie in den vergangenen Jahren sind alle Rennwagen der Serie mit dem Motormanagement von Bosch ausgerĂŒstet. Mit den Motorsport-SteuergerĂ€ten lassen sich zahlreiche Parameter individuell einstellen und die Daten der gefahrenen Runden analysieren. In den DTM Boliden sind noch zahlreiche weitere Bosch-Produkte zu finden: Anzeige-Instrumente im Cockpit, Sensoren, Einspritzventile, ZĂŒndkerzen, Starter und Generatoren.

    (Quelle: Bosch Motorsport)

    Themen: Werkstatt |

    ABT Sportsline siegt zum ersten Mal mit dem Audi R8

    Von Sascha Kröschel | 10.Mai 2009

    Kempten/Assen (10. Mai 2009). Perfektes Wochenende fĂŒr ABT Sportsline: Im niederlĂ€ndischen Assen holte die Kemptener Mannschaft mit dem Audi R8 LMS die erste Pole Position und die beiden ersten Rennsiege im ADAC GT Masters. Nach ihrem viel umjubelten Erfolg am Samstag triumphierten Christian Abt und Jan Seyffarth am Sonntag erneut. In beiden Rennen begeisterte das Duo aus Routinier und Youngster die Motorsport-Fans mit einem packenden Herzschlagfinale.
     
    ‚Starke Gene hatte er schon immer, jetzt ist der R8 ein echter Siegertyp‘, jubelt Teamchef Hans-JĂŒrgen Abt, der sich auch ĂŒber einen kleinen Eintrag in die ewige Motorsport-Statistik freut: Das ABT Team ist verantwortlich fĂŒr die erste Pole Position des neuen Sportwagens ĂŒberhaupt und die ersten Rennsiege im ADAC GT Masters. ‚Wir sind stolz, mit unserem neuen Motorsport-Engagement schon so schnell diese Erfolge zu erzielen‘, so Abt. ‚Dieser Triumph gibt unserer ganzen Mannschaft einen Extra-Motivationsschub fĂŒr die Herausforderungen der nĂ€chsten Wochen.‘ Mit der DTM, dem 24-Stunden-Rennen und dem ADAC Masters Weekend ist fĂŒr ABT Sportsline auch an den kommenden vier Wochenenden Vollgas angesagt.

    (Quelle: Team Abt Sportsline)

    Themen: Motorsport |

    Formula BMW Europe – Barcelona – Rennen 1

    Von Sascha Kröschel | 10.Mai 2009

    Barcelona, 9. Mai 2009. Wie erwartet war der erste Lauf zur Formula BMW Europe 2009 eine spannende Angelegenheit. Den Sieg sicherte sich der DĂ€ne Michael Christensen (MĂŒcke Motorsport), der vom Brasilianer Luiz Felipe Nasr (Eurointernational) und Jazeman Jaafar (Eifelland Racing) aus Malaysia auf das Podium begleitet wurde.

    Rennkalender 2009

    8-10 Mai 2009 Spanien Barcelona
    12-14 Juni 2009 Niederlande Zandvoort
    19-21 Juni 2009 Großbritannien Silverstone
    10-12 Juli 2009 Deutschland Nurburgring
    24-26 Juli 2009 Ungarn Budapest
    21-23 August 2009 Spanien Valencia
    28-30 August 2009 Belgien Spa-Francorchamps
    11-13 September 2009 Italien Monza

    Themen: Motorsport |

    Bosch Unternehmensgeschichte (Teil 4)

    Von Sascha Kröschel | 9.Mai 2009

    4. Der Weg zum globalen Technologiekonzern

    Die vierte Phase der Bosch-Geschichte etwa von 1960 bis 1990 wurde zu ihrem Beginn durch tiefgreifende Reformen in der Struktur und der Verfassung des Unternehmens geprĂ€gt. Einen Endpunkt markierte der Fall des „Eisernen Vorhangs“.

    Noch 1959 hatte Fertigungsleiter Eugen Hagmaier ein Papier zur Zukunftsentwicklung der Bosch-Gruppe vorgelegt, das die Situation des Unternehmens vor allem von der Fertigungsseite her analysierte und daraus Konsequenzen formulierte. Im selben Jahr wurde mit der Gliederung des Unternehmens in GeschĂ€ftsbereiche begonnen. Den Anfang machte 1960 die GrĂŒndung des GeschĂ€ftsbereichs Elektrowerkzeuge.

    Dabei bemĂŒhte sich Hans Walz, Bosch-Ehrenvorsitzender und Vorsitzender des Testamentsvollstreckergremiums, um eine neue Verfassung fĂŒr das Unternehmen. Diese BemĂŒhungen fĂŒhrten 1964 zu einem wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

    Mit dem EinverstĂ€ndnis der Erben von Robert Bosch und in Übereinstimmung mit seinem Testament wurde die neue Unternehmensverfassung verabschiedet und die heutige − gemeinnĂŒtzige − Robert Bosch Stiftung GmbH gegrĂŒndet. Dieser Stiftung gehören heute rund 92 Prozent der Kapitalanteile an der Robert Bosch GmbH. Die Familie Bosch hĂ€lt gut sieben Prozent der Anteile, die restlichen Anteile entfallen auf die Robert Bosch GmbH und die Robert Bosch Industrietreuhand KG. Ihre Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung der Robert Bosch GmbH ĂŒbertrug die Stiftung an die Robert Bosch Industrietreuhand KG.

    Zweite und Dritte Welle der Diversifizierung

    Ebenfalls 1964 begann eine zweite Welle der Diversifizierung. Sie erstreckte sich auf den Bereich Verpackungstechnik, den Bosch durch eine Reihe von Akquisitionen formte, und auf die Bereiche Pneumatik und Hydraulik, die im spÀteren GeschÀftsbereich Automationstechnik aufgehen sollten.

    In der Tradition seiner VorgĂ€nger Robert Bosch und Hans Walz richtete Hans L. Merkle, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung von 1963 bis 1984, ein besonderes Augenmerk auf die StĂ€rkung des internationalen GeschĂ€fts. Ein entscheidender Wurf gelang dabei mit der GrĂŒndung der ersten Bosch-Fertigung in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1973. Bosch war wieder auf dem Weg, die USA – wie schon vor 1914 – zum stĂ€rksten Markt außerhalb Deutschlands zu machen.

    Durch den schrittweisen Erwerb der Firmen Telenorma und ANT ab 1982 erschloss sich Bosch in einer dritten Diversifizierungswelle den Sektor Telekommunikation. Unter der FĂŒhrung von Merkles Nachfolger Marcus Bierich, der den Vorsitz der GeschĂ€ftsfĂŒhrung 1984 bis 1993 inne hatte, wurden ab 1987 die TelekommunikationsaktivitĂ€ten ergĂ€nzt und gebĂŒndelt, allerdings erst 1989 endgĂŒltig zum Unternehmensbereich Kommunikationstechnik zusammengefasst. Andererseits war diese Phase aber auch vom RĂŒckzug aus anderen GeschĂ€ftsfeldern geprĂ€gt. So zog sich Bosch ab 1986 nach fast 60 Jahren schrittweise aus dem Bereich Fernsehstudiotechnik und ab 1988 aus dem traditionsreichen Feld der Projektor- und Kameratechnik, an dessen Anfang die 1934 erworbene Eugen Bauer GmbH gestanden hatte.

    Innovationen fĂŒr das Auto

    Die Zeit zwischen der GrĂŒndung der GeschĂ€ftsbereiche ab 1960 und dem Ende der Ost-West-Spaltung ist bei Bosch von bedeutenden Produktinnovationen geprĂ€gt, vor allem im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik. Dazu gehören die elektronisch gesteuerte Benzineinspritzung D-Jetronic (1967), das Antiblockiersystem ABS (1978), die elektronische Dieselregelung EDC (1986), das Navigationssystem Blaupunkt TravelPilot (1989) und das Elektronische StabilitĂ€ts-Programm ESPÂź (1995).

    In einer Zeit, als Diskussionen ĂŒber Verkehrssicherheit und Umweltschutz einsetzten, zeigten diese Produktinnovationen die LösungsansĂ€tze von Bosch fĂŒr emissionsarme, sparsame und sichere Autos. Mit dem 3S-Programm „Sicher, sauber, sparsam“ ab 1974 gab Bosch diesen Bestrebungen einen Namen.

    Das Wachstum des Unternehmens in diesen rund drei Jahrzehnten wird anhand folgender Kennzahlen deutlich. So stieg der Umsatz von rund 2,2 Milliarden DM (rund 1,1 Mrd. EUR) im Jahr 1963 bis 1990 auf fast 32 Milliarden DM (rund 16 Mrd. EUR). Der Anteil am Umsatz außerhalb Deutschlands wuchs dabei wieder von 35 auf mehr als 50 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Mitarbeiterzahl von 73 000 auf ĂŒber 180 000.
    (Quelle: Bosch)

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