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    Bosch Unternehmensgeschichte (Teil 1)

    Von Sascha Kröschel | 25.MÀrz 2009

    Die WerkstĂ€tte fĂŒr Feinmechanik und Elektrotechnik in Stuttgart

    Die Bosch-Unternehmensgeschichte lĂ€sst sich in insgesamt fĂŒnf Phasen einteilen. Die erste Phase von 1886 bis etwa 1900 war geprĂ€gt durch den handwerklichen Betrieb in Stuttgart, der sich ĂŒber die ersten Jahre am Existenzminimum bewegte, dann aber durch die MagnetzĂŒndung fĂŒr Kraftfahrzeuge zum schnell wachsenden Autozulieferer aufstieg.
    Nach der Eröffnung der „WerkstĂ€tte fĂŒr Feinmechanik und Elektrotechnik“ am 15. November 1886 beschĂ€ftigte Robert Bosch seine anfĂ€nglich zwei Mitarbeiter zunĂ€chst mit dem Bau und der Installation elektrotechnischer GerĂ€te aller Art, darunter Telefonanlagen und elektrische Wasserstandsfernmelder. Bald war das Betriebskapital von 10 000 Mark, das aus dem vĂ€terlichen Erbe stammte, aufgebraucht. Nur ein Bankkredit, fĂŒr den die Verwandtschaft gebĂŒrgt hatte, hielt den Betrieb ĂŒber Wasser. Rasch wurden weitere Kredite nötig. Die geringen ErtrĂ€ge investierte Robert Bosch zumeist in neue Maschinen. Nach ĂŒber neun mĂŒhsamen Jahren waren 1895 endlich alle Schulden abgetragen, und das GeschĂ€ft mit Elektroinstallationen und -produkten stabilisierte sich.
    Bis 1900 stieg die Mitarbeiterzahl des Unternehmens auf fast 40 an. Den Umsatz sicherten die Übernahme von Installations-, Wartungs- und Reparaturarbeiten elektrotechnischer GerĂ€te und Anlagen. Die Elektrifizierung Stuttgarts im Zeitalter der Industrialisierung kam Bosch dabei entgegen.

    Zukunftsprodukt MagnetzĂŒndung
    Ein entscheidender Meilenstein fĂŒr die Entwicklung des Unternehmens war die MagnetzĂŒndung. Robert Bosch hatte 1887 nur wenige Monate nach der Eröffnung seiner WerkstĂ€tte auf Wunsch eines Kunden einen MagnetzĂŒndapparat nach Vorbild eines Produkts der Maschinenfabrik Deutz in Köln gefertigt. Bosch verbesserte die Konstruktion der MagnetzĂŒndung entscheidend und hatte mit diesem Produkt erste wirtschaftliche Erfolge.

    Die MagnetzĂŒndung diente zur Erzeugung eines elektrischen Funkens, mit dem das Gasgemisch in einem stationĂ€ren Verbrennungsmotor zur Explosion gebracht wurde. 1897 gelang es Bosch erstmals, einen solchen MagnetzĂŒnder an einen Kraftfahrzeugmotor zu adaptieren. Damit löste er eines der grĂ¶ĂŸten technischen Probleme der noch jungen Kraftfahrzeugtechnik und erhielt erfolgversprechende AuftrĂ€ge aus der Automobilindustrie.
    Am Ende des Jahrzehnts hatte Bosch seine finanziellen Schwierigkeiten weitgehend ĂŒberwunden. Fortbestand und Wachstum des Unternehmens waren gesichert. (Quelle: Bosch)

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