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Der neue BMW Z4 GT3
Von Sascha Kröschel | 22.März 2010
Der BMW Z4 GT3, der Anfang März offiziell vorgestellt wurde und seine ersten Testfahrten erfolgreich absolviert hat, erfreut sich bei den Kunden von BMW Motorsport schon jetzt großer Beliebtheit. Die ersten Exemplare sind an die privaten BMW Teams ausgeliefert worden, die das Fahrzeug nun für die Einsätze in nationalen und internationalen Meisterschaften vorbereiten.
Der größte Unterschied zwischen Serien- und Rennfahrzeug verbirgt sich im Inneren: Wird das BMW Z4 Serienfahrzeug von einem Reihen-Sechszylinder Motor angetrieben, sorgt in der Motorsportversion ein 4,0 Liter Achtzylinder-Aggregat für den nötigen Vortrieb, wie es in ähnlicher Form auch im BMW M3 GT2 zum Einsatz kommt. Der Motor leistet über 480 PS. Der Basismotor aus der Serienversion des BMW M3 ist aufgrund seiner guten Leistungscharakteristik und des guten Drehmomentverlaufs für den Einsatz im Motorsport geradezu prädestiniert.
Die Implantation des V8-Motors beeinflusste die Entwicklung des BMW Z4 GT3 maßgeblich. Mit Hilfe einer Konstruktionssoftware wurden am Bildschirm zunächst Bauraumuntersuchungen durchgeführt, um das Triebwerk optimal zu platzieren und den Rennsport-spezifischen Anforderungen gerecht zu werden. Anschließend fügten die Ingenieure alle weiteren Komponenten hinzu.
Die Motorsteuerung übernimmt die moderne ECU408, für die Kontrolle sämtlicher Aktuatoren ist das Steuergerät Power400 verantwortlich. Die Kraftübertragung erfolgt über ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe mit „Quick Shift“ Funktion.
Felgen mit Zentralverschluss und Safety-Clip gehören ebenfalls zum Lieferumfang. Der BMW Z4 GT3 bietet zudem Fahrhilfesysteme wie Renn-ABS und Traktionskontrolle, die von den weiteren Fahrzeugen aus dem Kundensportprogramm übernommen und für den Einsatz im GT3-Rennwagen weiterentwickelt und angepasst wurden.
Die Vorderachse des BMW Z4 GT3 ist eine vollständige Neukonstruktion, die auf einem Serienkonzept basiert. Sie ist mit einem Rohstabilisator mit Verstellschwertern ausgestattet. Die Hinterachse ist wie bei der Serienversion des BMW Z4 als Längslenkerachse ausgelegt. Die Stahlblechkarosserie des Sportwagens stammt aus dem BMW Werk Regensburg, in die eine Sicherheitszelle aus hochfestem Präzisionsstahlrohr eingeschweißt wird. Der Motorblock des V8-Motors entsteht in der BMW Leichtmetallgießerei in Landshut. Das BMW Werk Dingolfing steuert unter anderem das Hinterachsgetriebe und die Gelenkwelle bei.
Bei der Entwicklung arbeiteten die Ingenieure von BMW Motorsport auch in weiteren Bereichen Hand in Hand mit ihren Kollegen aus der Serienproduktion. So konnten sie bei der Gestaltung der Aerodynamik des Fahrzeugs auf Berechnungen aus dem Feld der computergestützten Strömungssimulation (CFD) zurückgreifen. Außerdem standen Tests im Windkanal und auf den Prüfständen der BMW Group auf dem Programm.
Front- und Heckschürze, Motorhaube, Dach, Kotflügel und viele weitere Bauteile sind aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt. Die Verwendung dieses leichten und verwindungssteifen Werkstoffs trug dazu bei, das Gewicht des BMW Z4 GT3 für den Rennsporteinsatz auf 1.200 Kilogramm zu reduzieren.
Wie bei allen Fahrzeugen im BMW Kundensport Programm stand auch bei der Entwicklung des BMW Z4 GT3 die Kosteneffizienz im Vordergrund. Als Resultat bietet das Auto ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und gibt den privaten Kundenteams die Gelegenheit, bezahlbaren Motorsport auf höchstem Niveau zu betreiben.
Der BMW Z4 GT3 ist als Rennfahrzeug zum Preis von 298.000 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) erhältlich. Neben dem BMW Z4 GT3 sind auch der BMW M3 GT2, der BMW 320si WTCC nach Super2000-Reglement und der seriennahe BMW M3 GT4 für Kundenteams aus aller Welt beim BMW Motorsport Vertrieb erhältlich.
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