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12h-Rennen Sebring 2011: Auftakt-Ăberraschung fĂŒr Nissan in LMP2 Klasse
Von Sascha Kröschel | 22.MÀrz 2011
Der Spanier Lucas Ordonez belegte bei den 12 Stunden von Sebring den zweiten Platz und ist damit erfolgreich in seine neue Rolle als Pilot eines Le-Mans-Prototypen geschlĂŒpft. Bereits beim Qualifying zum Auftakt des Intercontinental Le Mans Cups (ILMC) zeigte das neue Signatech-Nissan-Team, in welch guter Form es ist: Soheil Ayari lieferte am Freitag mit drei Sekunden Vorsprung auf den nĂ€chsten Verfolger die schnellste Zeit in der LMP2-Klasse ab. Zuletzt war ein von einem Nissan-Motor angetriebener Prototyp beim traditionsreichsten Langstreckenrennen Amerikas 1994 auf die Poleposition gefahren. Unter 58 Startern ging der von einer Hochleistungsversion des Nissan V8 âVK45“ angetriebene Spider von Startplatz elf ins Rennen.
SpĂ€testens am Samstag war Lucas Ordonez klar: Dies ist kein Videospiel mehr. Jeder fragte sich, wie der von der Playstation in den âechten“ Motorsport aufgestiegene Spanier wohl mit der anspruchsvollen Strecke und dem neuen Auto zurechtkommen wĂŒrde. â Ordonez enttĂ€uschte nicht.
Nach dem Start schob sich Franck Mailleux an die Spitze des LMP2-Feldes. Lucas ĂŒbernahm und verteidigte wĂ€hrend seines Stints die FĂŒhrung erfolgreich. Ayari musste in Runde 78 mit Getriebeproblemen an die Box. Die Zwangspause hatte unweigerlich eine Aufholjagd zur Folge. Alle drei Signatech-Nissan-Piloten rĂŒckten mit ihrem offenen Oreca-Chassis die VerhĂ€ltnisse bei den LMP2 bald wieder zurecht. Doch als nach neuneinhalb Stunden Renndauer das Getriebe erneut aufmuckte, konnte ein Lola-Honda die FĂŒhrung kampflos ĂŒbernehmen und letztendlich mit zehn Runden Vorsprung den Sieg einfahren.
Am 7. Mai startet Signatech Nissan bei den 1.000 km von Spa (Belgien), ehe es im Juni nach Le Mans geht. Dann wird Ordonezâ Traum von einem Start bei den berĂŒhmten â24 Stunden“ wahr.
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