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ADAC GT Masters 2012: Traumsaisonstart fĂŒr Maxime Martin – Interview
Von Sascha Kröschel | 18.April 2012
Maxime Martin (26, B) zĂ€hlt derzeit zu den gröĂten Talenten im europĂ€ischen Sportwagenrennsport. Sein Können zeigte der in Belgiens Hauptstadt BrĂŒssel lebende ALPINA-Pilot beim Saisonstart des ADAC GT Masters zusammen mit Titelverteidiger Dino Lunardi (33, F). Im BMW ALPINA B6 von ALPINA fuhr das belgisch-französische Duo in der Motorsport Arena Oschersleben zu einer Pole Position und einem Sieg. Nach dem erfolgreichen Saisonstart reisen Lunardi/Martin als erste TabellenfĂŒhrer der Sportwagenserie 2012 zum nĂ€chsten ADAC Masters Weekend nach Zandvoort in den Niederlanden (4. Bis 6. Mai 2012). Im Interview mit dem ADAC spricht Martin ĂŒber den Saisonstart, seine Verbindung zu ALPINA, und die Aussichten auf das nĂ€chste Rennen.
Der Saisonstart in Oschersleben verlief fast perfekt fĂŒr Sie und Ihren Teamkollegen Dino Lunardi, dass haben Sie so sicherlich nicht erwartet?
„Wir sind optimistisch nach Oschersleben gereist, haben aber nicht damit gerechnet, dass es so gut fĂŒr uns lĂ€uft. Eine Pole Position, ein Sieg und die TabellenfĂŒhrung ist fast ein Traumergebnis. Allerdings haben wir auch festgestellt, dass wir noch etwas Arbeit vor uns haben. Im zweiten Lauf in Oschersleben hat sich das hohe Gewicht, mit dem wir reglementbedingt starten mĂŒssen, schon bemerkbar gemacht. Im ersten Lauf hatte ich aufgrund dessen zum Rennende auch einen kleinen Ausrutscher. Wir mussten nach dem Sieg im ersten Rennen Erfolgsballast einladen und haben durch die Fahrerpaarung schon recht viel Zusatzgewicht an Bord, das macht sich natĂŒrlich bemerkbar. Die Herausforderung fĂŒr uns liegt nun darin, beim Rennen in Zandvoort unseren BMW ALPINA so abzustimmen, dass wir ĂŒber die Renndistanz konstanter sind.“
Durch Platz vier im zweiten Lauf in Oschersleben sind Sie erster TabellenfĂŒhrer der noch jungen Saison 2012, aber dadurch ist auch ihre tolle Erfolgsserie in Oschersleben gerissen.
„Ja, das war etwas schade. Ich bin jetzt bei vier ADAC GT Masters-Rennen gestartet und habe drei davon gewonnen, alle in der Motorsport Arena Oschersleben. Am liebsten hĂ€tte ich natĂŒrlich eine reine Weste und alle vier Rennen gewonnen, aber vielleicht gelingt uns ja in Zandvoort ein weiterer Sieg.“
Beim Saisonstart in Oschersleben ist das ADAC GT Masters erstmals auf Reifen von YOKOHAMA gestartet. Welchen Eindruck haben Sie von den neuen Reifen gewonnen?
„Die Reifen von YOKAHAMA haben auf mich einen guten ersten Eindruck gemacht. Zum Saisonstart muss man natĂŒrlich immer sehr viel ĂŒber die Reifen lernen und wir hatten vor der Saison nicht viele Möglichkeiten zu testen. Wie meine Pole Position gezeigt hat, funktioniert der Reifen auf unserem BMW ALPINA ĂŒber eine Runde hervorragend, nun mĂŒssen wir wie schon erwĂ€hnt das Auto noch besser auf den Reifen abstimmen, um die Konstanz zu verbessern.“
Sie fahren ja nicht nur Rennen mit ALPINA, sondern haben auch eine gewisse familiÀre Verbindung zu ALPINA.
„Mein Vater, Jean-Michel Martin, selbst ein ehemaliger erfolgreicher Rennfahrer, ist seit vielen Jahren Importeur von ALPINA-Fahrzeugen in Belgien. Das mich ALPINA in diesem Jahr fĂŒr das ADAC GT Masters verpflichtet hat, steht zwar in keinem Zusammenhang zu unserer geschĂ€ftlichen Verbindung. Aber es gibt natĂŒrlich kaum eine bessere Werbung fĂŒr meinen Vater, als wenn ich mit ALPINA Rennen gewinne.“
Sie haben 2012 ein volles Programm und starten in nahezu allen bedeutenden GT-Serien in Europa. Welchen Eindruck haben Sie bisher vom ADAC GT Masters gewonnen?
„Das ADAC GT Masters ist eine sehr beeindruckende Serie mit sehr vielen starken Teams und guten Fahrern. Es macht viel SpaĂ dort zu starten und die Serie ist durch Dinge wie die TV-LiveĂŒbertragung auch gut aufgebaut. Im Gegensatz zu einigen anderen Serien dĂŒrfen im ADAC GT Masters auch Profi-Rennfahrer starten, was es fĂŒr mich, und letztendlich auch fĂŒr die Fans interessant macht. Derzeit ist das ADAC GT Masters aus meiner Sicht die beste GT3-Serie in Europa.“
Wie ist Ihre EinschĂ€tzung fĂŒr das nĂ€chste Rennen in Zandvoort?
„Ich kenne die Strecke ein bisschen, bin dort aber noch nie mit einem GT-Sportwagen gefahren. Der Kurs ist sehr fordernd fĂŒr die Reifen, fĂŒr uns gilt es dort eine gute Fahrwerksabstimmung zu finden. Dem BMW ALPINA B6 sollte die Strecke nicht so schlecht liegen, denn es gibt dort einige schnelle Kurven, in denen wir von unserer guten Aerodynamik profitieren können. Eine Prognose fĂŒr das Rennwochenende ist allerdings fast unmöglich zu treffen, denn mit dem groĂen und starken Feld von mehr als 40 Fahrzeugen kann im Rennen einfach alles passieren.“
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