Motorsport Magazin Rhein-Berg
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    ADAC GT Masters 2012: Corvette-Piloten Keilwitz/Alessi Tabellenf├╝hrer vor dem Rennen auf dem Sachsenring

    Von Sascha Kr├Âschel | 30.Mai 2012

    Premierensieg und Tabellenf├╝hrung: Nach dem Auslandsgastspiel des ADAC GT Masters im niederl├Ąndischen Zandvoort haben Daniel Keilwitz (22, Villingen) und Teamkollege Diego Alessi (40, I) gleich doppelten Grund zum Jubeln. Als Tabellenf├╝hrer der Sportwagenserie reisen der FIA GT3-Europameister von 2010 und sein italienischer Teamkollege mit ihrer Corvette Z06 von Callaway Competition zum n├Ąchsten Rennen auf dem Sachsenring (08. bis 10. Juni). Im Interview erkl├Ąrt Keilwitz die St├Ąrken der Corvette und was er beim Rennen auf der anspruchsvollen Berg- und Talbahn in Sachsen erwartet.

    Nach Ihrem Premierensieg im ADAC GT Masters und der Tabellenf├╝hrung m├╝ssen Sie mit dem Saisonstart sehr zufrieden sein?
    „Es f├╝hlt sich gut an, an der Tabellenspitze zu stehen. Allerdings ist es auch ein wenig ├╝berraschend f├╝r uns, dass wir so weit vorn mit dabei sind. Wir h├Ątten nicht erwartet, dass wir in Zandvoort so schnell sind,und waren ├╝berrascht von dem Ergebnis. Zandvoort ist eigentlich eine Strecke, die Fahrzeuge mit einer guten Aerodynamik favorisiert, und die St├Ąrken der Corvette liegen eher bei dem sehr guten Motor und auf der Bremse. Dennoch ging es in Zandvoort sehr gut und wesentlich besser als erwartet.“

    Callaway Competition hat die Corvette f├╝r die Saison 2012 ├╝berarbeitet. Wie machen sich die Modifikationen bemerkbar?
    „Das Auto ist durch die ├änderungen am Fahrwerk besser ausbalanciert und gibt dem Fahrer im Grenzbereich etwas mehr Spielraum. Dazu ist der Motor sehr gut. Ich war erst sehr skeptisch, denn der Motor hat weniger Hubraum, und so auch ein geringeres Drehmoment. Allerdings bin ich positiv ├╝berrascht, denn wir haben ein breiter nutzbares Drehzahlband und in Zandvoort hat der neue Motor bewiesen, wie gut er ist.“

    Sie fahren im dritten Jahr im Callaway-Team, inwieweit beeinflussen Sie dort auch die Fahrzeugentwicklung?
    „Es werden grunds├Ątzlich immer die Meinungen von allen Fahrern ber├╝cksichtigt, also auch von meinem Teamkollegen Diego Alessi oder Heinz-Harald Frentzen. Manche Dinge, auf die ich keinen so gro├čen Wert lege, sind daf├╝r f├╝r andere Fahrer wichtig. Wir sehen uns als Team und erarbeiten das gemeinsam. Beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem N├╝rburgring habe ich mir die Corvette mit drei Werksfahrern von Corvette Racing geteilt, auch deren Eindr├╝cke flie├čen in die Weiterentwicklung der Corvette mit ein. Ich bin dann allerdings meistens derjenige, der die ├änderungen zuerst auf der Rennstrecke ausprobiert.“

    Ihr Teamkollege Diego Alessi war in Zandvoort in Topform und startete erstmals von der Pole Position. Was macht ihn in dieser Saison so stark?
    „Diego ist ein sehr schneller Fahrer und das neue Auto liegt ihm sehr gut. Die neue Corvette erfordert einen etwas anderen Fahrstil, das kommt ihm sehr entgegen.“

    Wie sind Ihre Erwartungen f├╝r das n├Ąchste Rennen auf dem Sachsenring?
    „Auf dem Sachsenring waren in der Vergangenheit immer die Sportwagen mit Mittelmotor stark. Ich sehe daher auch in diesem Jahr Audi, Ferrari, Lamborghini oder auch den Ford GT in der Favoritenrolle. Nachdem wir in Zandvoort sehr gut unterwegs waren, denke ich, dass es auch auf dem Sachsenring gut klappen wird, und hoffe, dass wir ein Ergebnis in den Top-F├╝nf erzielen k├Ânnen. Wir haben auch viel aus unseren Fehlern im vergangenen Jahr gelernt. Anstatt Gewaltaktionen zu riskieren, warten wir nun lieber erst einmal ab. Mit dieser Taktik sind wir bisher gut gefahren. Beim Saisonstart in Oschersleben sind wir mit dieser Strategie auf das Podium gekommen und im zweiten Rennen in Zandvoort hat uns das einige Punkte und nicht zuletzt auch die Tabellenf├╝hrung eingebracht. Auch am Sachsenring werden wir daher auch kein unn├Âtiges Risiko eingehen und gehen lieber auf Nummer sicher.“

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