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ADAC GT Masters: Ex-Formel-1-Pilot Karl Wendlinger startet fĂŒr Seyffarth Motorsport
Von Sascha Kröschel | 21.August 2012
Seyffarth Motorsport startet mit prominenter VerstĂ€rkung beim Heimrennen: Der ehemalige Formel-1-Pilot Karl Wendlinger (43, A) debĂŒtiert beim ADAC Masters Weekend auf dem Lausitzring (24 bis 26. August) im ADAC GT Masters in einem Mercedes-Benz SLS AMG. Den FlĂŒgeltĂŒrer-Mercedes teilt sich der 41-fache Grand-Prix-Teilnehmer mit Jan Seyffarth (26, Querfurt). Teamchef RĂŒdiger Seyffarth freut sich ĂŒber die hochkarĂ€tige UnterstĂŒtzung: „Ich bin sehr stolz, mit Karl Wendlinger unseren zweiten Fahrer fĂŒr das Rennwochenende auf dem Lausitzring bekannt geben zu dĂŒrfen. Karl Wendlinger ist ein Spezialist im GT-Sport und bildet zusammen mit Jan Seyffarth ein starkes Doppel. Unser Ziel ist es, mit der Fahrerpaarung das Potenzial unseres Teams unter Beweis zu stellen.“
Wendlinger kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurĂŒckblicken. Nach seiner Zeit in der Formel 1 feierte der Tiroler groĂe Erfolge im GT-Sport und gewann nicht nur den FIA GT-Titel, sondern fuhr auch Siege und Klassensiege bei den bedeutenden Langstreckenrennen in Le Mans/F, Daytona/USA und Sebring/USA ein. Seit Jahresbeginn ist Wendlinger fĂŒr Mercedes AMG als Markenbotschafter tĂ€tig, damit schlieĂt sich der Kreis: 1990 und 1991 gehörte der Tiroler zum legendĂ€ren Mercedes-Juniorteam in der Sportwagenweltmeisterschaft, dem auch Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen angehörten. Auf seinen ehemaligen Teamkollegen Frentzen trifft Wendlinger auch in der Lausitz. In den Jahren 1994 und 1995 gingen beide fĂŒr das Formel-1-Team von Peter Sauber an den Start. Auf dem Lausitzring duellieren sich Wendlinger und Frentzen nun in der Sportwagenserie im Mercedes-Benz und einer Corvette.
Wendlinger freut sich auf seine Premiere im ADAC GT Masters: „Vorab bin ich einmal froh, wieder Rennen fahren zu können. FĂŒr mich ist es der erste Auftritt im ADAC GT Masters. Ich habe die Serie natĂŒrlich verfolgt. Die Veranstalter liefern sehr gute Arbeit ab und die Meisterschaft hat sich bestens entwickelt. Das Starterfeld ist qualitativ und quantitativ stark, auch die Rahmenbedingungen sind sehr gut. Kein Wunder also, dass diese Serie von den Fans sehr gut angenommen wird. FĂŒr die Rennen in der Lausitz bin ich guter Dinge – weil ich ĂŒberzeugt bin, dass ich mit Jan Seyffarth und Seyffarth Motorsport gute Partner habe.“
Jan Seyffarth hofft mit dem starken Teamkollegen bei seinem Heimrennen auf den Durchbruch, denn fehlendes RennglĂŒck verhagelte bisher eine gute Punkteausbeute. „Mit dem bisherigen Saisonverlauf im ADAC GT Masters bin ich von meiner Seite aus zufrieden, aber die Gesamtleistung ist nicht zufriedenstellend“, sagt Seyffarth ĂŒber die bisherigen Rennen. „Leider hatten wir oft in aussichtsreichen Positionen Pech oder sind zurĂŒckgefallen. Von den Zeiten her sind wir immer einer der besten SLS AMG, aber im Rennen haben wir aus den genannten GrĂŒnden noch keine zĂ€hlbaren Ergebnisse einfahren können.“
Den Lausitzring und seine Besonderheiten kennt Seyffarth bestens, davon will er am Wochenende gemeinsam mit seinem neuen schnellen Teamkollegen profitieren. „Neben schnellen Kurven, in denen eine gute Aerodynamik wichtig ist, gibt es auch einige langsame Ecken, in denen mechanischer Grip gefragt ist. Man muss bei der Fahrzeugabstimmung dafĂŒr einen guten Kompromiss finden. Dazu ist der Asphalt des Lausitzrings sehr glatt, das macht die Abstimmung nicht einfacher.“ Die Fahrer des ADAC GT Masters stehen durch den ungewöhnlichen Charakter der Strecke, die im Innenteil des Ovalkurses liegt, vor einer weiteren Herausforderung. „Der Infield-Kurs in dem eigentlichen Oval macht den Lausitzring schon sehr auĂergewöhnlich. Man fĂ€hrt stĂ€ndig vom Ovalkurs in das Infield und wieder zurĂŒck auf das Oval. In den ĂbergĂ€ngen gibt es einige Unebenheiten, auf die man achten muss und die das Fahren sehr speziell machen. Man muss auch immer die StreckenverhĂ€ltnisse genau im Auge behalten, denn man hat oft das PhĂ€nomen, dass die Rundenzeiten innerhalb von nur einer Stunde langsamer werden, und man weiĂ nicht warum. Die Strecke verĂ€ndert sich also extrem schnell.“
Topics: ADAC GT Masters |
