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    DTM Nachlese Lausitzring

    Von Kerstin Prange | 28.Mai 2018

    DTM Nachlese Lausitzring

    Rangelei – #48 Mortara vs. #47 Eriksson | foto: aos

    Verwarnungen im Motorsport, DTM Nachlese Lausitzring. Und wieder sorgen Verwarnungen fĂŒr Diskussionsstoff. Jeder Fahrer hat seine Sicht der Dinge. So auch am Sonntag beim zweiten DTM-Rennen am Lausitzring. Zweimal kamen sich #47 Joel Eriksson [BMW] und #48 Edoardo Mortara [Mercedes-AMG] auf der Strecke in die Quere. Zweimal erhielt der Mercedes-AMG-Pilot eine Verwarnung. Die Rennleitung des DMSB entschied, der Italiener habe den Schweden im BMW abgedrĂ€ngt und ordnete jeweils einen Platztausch an.

    DTM Nachlese Lausitzring

    Joel Eriksson, #47 BMW M4 DTM | foto: aos

    FĂŒr den Rookie waren die Entscheidungen nachvollziehbar.

    „Edo hat mich zweimal abgedrĂ€ngt. Das war ziemlich hart und ziemlich klar. Ich finde, die beiden Verwarnungen fĂŒr ihn waren völlig richtig“, sagte Eriksson.

    DTM Nachlese Lausitzring

    Edoardo Mortara, #48 Mercedes-AMG C63 DTM | foto: aos

    Mortara, Sieger des Rennens am Samstag, hingegen wetterte:

    „Ich bin total frustriert, wie kann ich heute nicht frustriert sein? Es ist verrĂŒckt. Ich musste zweimal eine Position zurĂŒckgeben. Das hat mich möglicherweise einen Podestplatz gekostet. Beim ersten Vorfall war es noch okay, da gab es eine BerĂŒhrung. Die Entscheidung beim zweiten Vorfall kann ich nicht verstehen. Einige Fans werden hinter mir sein, einige werden gegen mich sein, aber im Allgemeinen verstehen sie nicht wirklich, was heute passiert ist. Die Entscheidungen sind leider nicht immer konstant. Manchmal muss man eine Position zurĂŒckgeben, obwohl es keine BerĂŒhrung gegeben hat, manchmal wird man ins Gras gedrĂŒckt und nichts passiert.“ Mortara als Sechster gestartet, wurde letztlich Elfter.

    DTM-Boss Berger hat teilweise VerstĂ€ndnis fĂŒr Mortaras Groll

    „Als ehemaliger Rennfahrer weiß ich, dass man gleich nach dem Rennen manchmal ziemlich emotional ist. ZunĂ€chst ist es wichtig zu wissen, dass nicht die DTM, sondern der DMSB fĂŒr die Bewertung und Bestrafung möglicher VerstĂ¶ĂŸe auf der Strecke zustĂ€ndig ist. Ich stimme zu, dass man die Entscheidung gegen Edo diskutieren kann. Egal ob es Formel 1, MotoGP oder Fußball ist: Von einem professionellen Sportler erwarte ich aber, dass er das Urteil der Sportverantwortlichen respektiert und Kommentare in respektvoller Weise abgibt. Edo hat im ersten Rennen am Samstag einen tollen Job gemacht, wĂ€hrend er am Sonntag in der Hitze wohl noch etwas von seinem Sieg am Vortag ĂŒberwĂ€ltigt war“, hatte DTM-Boss Gerhard Berger teilweise VerstĂ€ndnis fĂŒr den Groll, den der Mercedes-AMG-Pilot hegte.

    Und dafĂŒr lieben die Fans ihre „PistenrĂŒpel“ – that’s racing, that’s motorsport

    Neben Mortara wurden am Lausitzring auch Lucas Auer, Philipp Eng und Mike Rockenfeller verwarnt. FĂŒr den Österreicher Eng, der Pascal Wehrlein abdrĂ€ngte, war es sogar schon die zweite in dieser Saison. Bei einer dritten Verwarnung erfolgt eine Strafversetzung in der Startaufstellung um fĂŒnf PlĂ€tze. „Wir haben kurz nach dem Rennen drĂŒber gesprochen. FĂŒr Pascal war es okay. Die Regel ist ganz klar, aber vielleicht etwas unglĂŒcklich ausgelegt. Wichtig ist, dass es da KontinuitĂ€t gibt. Es war keine Absicht. Ich habe gesehen, dass er auf der Innenlinie spĂ€t bremst. Dann ist es am Ausgang einfach ein bisschen eng geworden. Wir haben uns nicht berĂŒhrt“, nahm Eng seine Verwarnung deutlich gelassener als Mortara hin.

    Topics: DTM |