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Mercedes dominiert am Hungaroring
Von Kerstin Prange | 2.Juni 2018

Mercedes dominiert am Hungaroring: Di Resta siegt vor Auer. GroĂer Jubel bei Mercedes-AMG am Hungaroring in Ungarn. Paul Di Resta hat das Samstagsrennen, das fĂŒnfte von 20 DTM-Saisonrennen, vor seinem Markenkollegen Lucas Auer gewonnen. Di Resta war von der Pole-Position in das Rennen gestartet, verlor Platz eins in der Anfangsphase des Rennens kurz an den Ăsterreicher, holte sich die FĂŒhrung aber knapp 10 Runden spĂ€ter zurĂŒck und ĂŒberquerte als Erster die Ziellinie. Platz drei beim ersten Auslandsrennen der Saison 2018 sicherte sich Audi-Pilot Nico MĂŒller. Titelverteidiger RenĂ© Rast (Audi) meldete sich nach seinem schweren Unfall am Lausitzring vor zwei Wochen mit Platz vier zurĂŒck. BMW-Pilot Timo Glock, der als TabellenfĂŒhrer nach Ungarn gereist war, sah als 14. die Zielflagge und gewann somit keine Punkte.
âWenn man von der Pole-Position aus in ein Rennen startet und auch gewinnt, dann gibt es sicher keinen Grund zu klagenâ, sagte Sieger Di Resta im Ziel. âDie paar Regentropfen in der zweiten Runde haben uns nicht nervös gemacht und am Ende hat das Wetter ja auch gehalten. Aber selbst wenn es angefangen hĂ€tte zu regnen: Unser Auto ist auch bei nassen Bedingungen stark.â
Vor genau 350 Tagen durfte Di Resta an gleicher Stelle zuletzt von der obersten Stufe bei der Siegerehrung jubeln. Am 18. Juni 2017 gewann er am Hungaroring. Zufrieden war auch Auer, der mit 0,587 Sekunden RĂŒckstand hinter dem Sieger ins Ziel kam.

Audi im Aufwind
Die Trendwende bei Audi hat MĂŒller mit seinen ersten Punkten der Saison eingelĂ€utet.
âDas Qualifying war schon ĂŒberraschend. Wir haben einen groĂen Schritt vorwĂ€rts gemacht. Morgen haben wir nochmal eine gute Chance. Wir versuchen allesâ, sagte MĂŒller.
In der DTM-Fahrerwertung liegt nach fĂŒnf von 20 Saisonrennen jetzt Gary Paffett in FĂŒhrung. Mit den acht Punkten fĂŒr Platz sechs stockte er sein Konto auf. Mit 79 ZĂ€hlern ĂŒberholte er Glock, der im heutigen Rennen leer ausging. Dritter ist mit 56 Punkten der heutige Rennsieger Di Resta.
Bittere Pille fĂŒr BMW
BMW und Budapest, passen in diesem Jahr nicht so richtig zusammen. Bruno Spengler war als Zwölfter bestplatzierter BMW-Pilot auf dem Hungaroring. Seine Markenkollegen belegten die letzten fĂŒnf RĂ€nge.
âWas soll ich groĂ sagen, ich bin 18. geworden, das ist der letzte Platz. Das war nichtsâ, sagte ein enttĂ€uschter Philipp Eng. Auf dem Lausitzring hatte der österreichische Rookie noch die erste Pole-Position und den ersten Podiumsplatz seiner jungen DTM-Karriere feiern können. âWir hatten schon ein schwieriges Qualifying, aber das wir im Rennen so wenig Pace haben, das hat mich schon ĂŒberrascht. Die Strategie in der ersten Runde zu stoppen, war richtig. Wir haben jetzt viel Arbeit bis morgen. Das muss ich jetzt schnell abschĂŒtteln. Wenn ich mir jetzt darĂŒber allzu lange den Kopf zerbreche, kann ich nicht schnell fahren morgen.â

Unwesentlich weiter vorne landete Timo Glock. Durch Rang 14 bĂŒĂte der Routinier seine FĂŒhrung in der Fahrerwertung ein.
âUns fehlte der Speed. Das Auto ist in einer sehr guten Balance. Ich habe ein sehr gutes GefĂŒhl fĂŒr das Auto. Die anderen haben irgendwie mehr aus den Reifen rausgeholt. Ich bin leider ein bisschen hinter Bruno Spengler stecken geblieben und habe mir dabei die Vorderreifen etwas kaputt gefahren, aber ansonsten bin ich happy mit dem Auto, wenn ich ehrlich bin. Das wird schwer, wenn man so einen RĂŒckstand hat, denn ĂŒber Nacht aufzuholen. Wir mĂŒssen uns morgen in eine bessere Ausgangsposition bringen und es erneut probieren.â
Der Regen kam erst spÀter
Ein weiterer Leidtragender war Marco Wittmann. Der zweimalige DTM-Champion wurde nur 16. Auch der Wettergott hatte mit dem gebĂŒrtigen FĂŒrther kein Einsehen, obwohl es in Runde vier des Rennens kurz angefangen hatte leicht zu regnen.

âHeute war fĂŒr uns ein ganz schwieriger Tag. Wenn ich wĂŒsste, woran es gelegen hat, wĂŒrde ich es sagen. Wir waren geschlossen hinten als Mannschaft. Ich habe auf Regen gehofft. Deswegen bin ich lĂ€nger drauĂen geblieben. Aber, der Regen blieb aus. Deswegen hat es mich noch weiter nach hinten gespĂŒlt. Das war aber nicht der Ausschlag gebende Faktor. Uns hat heute einfach das Tempo gefehlt, um in die Punkte fahren zu können. Ob wir ĂŒber Nacht jetzt auf die Schnelle den SchlĂŒssel finden, das ist die groĂe Frage. Nach dem schwachen Auftritt heute, können wir morgen nur gewinnen.â
Weiter geht es auf dem Hungaroring bereits am Sonntag. Das sechste Saisonrennen zeigt SAT.1 in der Sendung âran racingâ ab 13:00 Uhr; Rennstart ist um 13:30 Uhr. In Ăsterreich ist ORFeins ab 13:15 Uhr auf Sendung.
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