Motorsport Magazin Rhein-Berg
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    DTM: LAUT. NAH. DRAN. In der Lausitz!

    Von Kerstin Prange | 23.August 2019

    Der Lausitzring ist Austragungsort des siebten Saison-Stopps in der internationalen Tourenwagenserie, bei der sich der Kampf um den Titel – LAUT. NAH. DRAN. In der Lausitz! – zuspitzt.

    LAUT. NAH. DRAN. In der Lausitz!

    Der 4,570 Kilometer lange Grand-Prix-Kurs am Lausitzring ist technisch anspruchsvoll und wird gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Auf der Start-und-Ziel-Geraden ist Top-Speed gefragt. Im Infield warten viele langsame Kurven und Schikanen. HierfĂŒr ist maximale Traktion nötig, um aus diesen Abschnitten schnell herausbeschleunigen zu können.

    „Bei diesem Streckenlayout muss die Fahrzeugabstimmung ausgewogen sein und ein Kompromiss gefunden werden, um den Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen optimal bewĂ€ltigen zu können. Eine Besonderheit ist das starke Bouncing! Weswegen der Lausitzring von manchen Piloten auch scherzhaft die „Buckelpiste“ genannt wird. Darauf mĂŒssen sich die Fahrer einstellen. Vor allem in den Anbremszonen“, erklĂ€rt der verantwortliche Hankook DTM-Renningenieur Thomas Baltes.

    Streckenbesonderheiten

    Der feinporige Asphalt am Lausitzring bietet wenig Grip. Vor allem nach einem Boxenstopp muß das Rennen mit frischen Rennreifen vorsichtig fortgefĂŒhrt werden. Laut Reglement darf der Reifen nicht mehr aufgewĂ€rmt werden. Auf dem glatten Untergrund dauert es etwas lĂ€nger, um das ideale Temperaturfenster und das optimale Grip-Level zu erreichen.

    LAUT. NAH. DRAN. In der Lausitz!

    Marco Wittmann BMW Team RMG – BMW M4 DTM DTM-Lauf Lausitzring. foto: aos 2018

    Thomas Baltes:

    „Mit den neuen ĂŒber 600 PS starken Turbomotoren werden wir auf diesem glatten Fahrbahnbelag hĂ€ufiger als sonst durchdrehende RĂ€der sehen, was zu einer stĂ€rkeren ErwĂ€rmung des Reifens und damit einem höheren Verschleiß fĂŒhren kann. Das hĂ€ngt sehr stark vom Fahrstil der Piloten ab.“

    Das Reifenmanagement ist in dieser Saison ein entscheidender Faktor in der DTM geworden. Viele Teams wÀhlen eine asymmetrische Boxenstopp-Strategie, teilen ihre Rennen in einen kurzen und einen sehr langen Stint ein.

    „Manche Fahrer schaffen es, das hohe Grip-Niveau des Hankook Rennreifens sehr lange voll auszunutzen, bevor der beabsichtigte Drop-Off-Effekt einsetzt. Diese Piloten können auf alle Rennsituationen flexibel reagieren, weil sie sich an keine starren Boxenstopp-Fenster halten mĂŒssen. Das kann im Kampf um die Meisterschaft entscheiden sein.“

    Die Nr. 1

    LAUT. NAH. DRAN. In der Lausitz!

    #31 RenĂ© Rast – Audi Team Rosberg – Die Nr. 1 im Meisterschaftskampf | foto: aos

    Nach seinem Sieg am Sonntag in Brands Hatch vor zwei Wochen ist RenĂ© Rast Meisterschaftsfavorit Nummer eins. Der Audi-Pilot blieb in den bisherigen zwölf DTM-LĂ€ufen nur zweimal ohne ZĂ€hler und lieferte mit vier Siegen, vier PodiumsplĂ€tzen, einem fĂŒnften und einem siebten Rang konstant starke Ergebnisse ab. Sein hĂ€rtester Verfolger ist Markenkollege Nico MĂŒller, der 37 Punkte hinter Rast liegt. Die beiden BMW-Fahrer Marco Wittmann und Philipp Eng befinden sich als Dritter bzw. Vierter noch in Schlagdistanz, mĂŒssen jedoch eine Siegesserie starten, um das Audi-Duo noch abzufangen. Dabei könnte der Hankook Rennreifen ein wichtiger Faktor werden, der mit seiner hohen Konstanz und Berechenbarkeit auch aggressive Rennstrategien möglich macht.

    RĂŒckblick DTM Lausitzring 2018

    LAUT. NAH. DRAN. In der Lausitz!

    #31 RenĂ© Rast – Unfallauto nach Rennunfall mit Überschlag – Erinnerungen an das DTM Rennen auf dem Lausitzring 2018

    Diese Bilder sind noch gegenwĂ€rtig, als sich plötzlich der Bolide mit Rast in der Rasenkante hĂ€ngen geblieben ist und zum anschließenden Überschlag aufstieg. Sekundenlang haben alle den Atem angehalten und ein erleichtertes „WOW“ ging durch die TribĂŒnen als auf den großen LeinwĂ€nden erst eine Hand und anschließend der sichtlich geschockte Rast aus eigener Kraft den völlig zerlegten Boliden verlassen hatte. Das will keiner sehen und wir hoffen in diesem Jahr an gleicher Stelle, auf jede Menge Renn-Action, aber bitte ohne kapitale CarbonschĂ€den.

    Topics: DTM |