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DTM: Finale – Wasserspiele in Hockenheim
Von Kerstin Prange | 6.Oktober 2019
DTM Finale – Wasserspiele in Hockenheim und trotzdem fiel nichts ins Wasser. Das Wetter war fĂŒr die Fahrer, Fotografen und Fans eine echte Herausforderung. Nachdem die ursprĂŒngliche Startaufstellung vor dem Start neu gewĂŒrfelt wurde, hat die DTM auch in diesem Jahr alle ihre TrophĂ€en an den Mann, das Team und den Hersteller gebracht.

Final-Lauf DTM 2019 | foto: aos
GeÀnderte Startformation
Mike Rockenfeller wurde nachtrĂ€glich um 5 PlĂ€tze strafversetzt. Er hatte am Samstag seine dritte Verwarnung erhalten. FĂŒr Rockenfeller besonders bitter, da er seit Moskau 2015 mal wieder eine Pole herausfahren konnte. Dadurch spĂŒlte es Nico MĂŒller, im wahrsten Sinne des Wortes, auf den besten Startplatz. Timo Glock rĂŒckte auf P2 vor und Jamie Green teilte sich mit Joel Eriksson die zweite Reihe. Champion RenĂ© Rast wurde Achter, bestplatzierter Gaststarter aus der Super GT war Nick Cassidy (Lexus LC 500) auf P16.
Die Ampeln schalten auf GrĂŒn
Der starke Regen rief zwei Formationsrunden auf den Plan. Dadurch ergab sich eine neue Renndistanz von 49 Minuten plus eine Runde. Bei den Wetterbedingungen war es nicht klar, ob es einen stehenden Start geben wird. Die Rennleitung entschied sich schlieĂlich fĂŒr einen klassischen Start. Dann wurde es spektakulĂ€r: Hinter Pole-Setter Nico MĂŒller kĂ€mpften Timo Glock und Mike Rockenfeller um die zweite Position – bis sich plötzlich der der von P8 gestartete Rene Rast einmischte und innerhalb von nur drei Kurven Platz zwei ĂŒbernahm! Nach den AusfĂ€llen von Nick Cassidy und Daniel Juncadella wurde zunĂ€chst eine Safety-Car- und dann eine Rotphase ausgerufen.Das Rennen wurde fĂŒr ca. 12 Minuten unterbrochen, um den brennenden Aston Martin von Juncadella zu bergen.
ZwischenfÀlle | AusfÀlle
Ronnie Quintarelli wollte seinen Pflicht-Reifenwechsel direkt nach der Safety-Car-Phase in Runde 5 absolvieren. Problem: Fahrer mĂŒssen per Reglement einmal die Ziellinie ĂŒberqueren, damit der Boxenstopp angerechnet wird. Wenig spĂ€ter rutschte der Nissan-Pilot auf den kalten Hankook-Regenreifen von der Strecke.
Direkt im Anschluss mussten Philipp Eng und Pietro Fittipaldi durch die Boxengasse fahren. Sie hatten vor dem Re-Start gegen die 3-Minuten-Regel verstoĂen und kassierten dafĂŒr eine Durchfahrtsstrafe. Auch Marco Wittmann musste der Boxengasse einen ungeplanten Besuch abstatten, nachdem er Jonathan Aberdein bei der Ausfahrt aus seinem Boxenplatz berĂŒhrt hatte.
Paul Di Resta (Startplatz 17) musste seinen Aston Martin schon wĂ€hrend der Formationsrunde am Streckenrand abstellen. Mit einem „What the fuck“ kommentierte der frĂŒhere DTM-Champion seinen vorzeitigen Ausfall.
Es blieb auch in der ersten Rennrunde aufregend. Lexus-Gaststarter Nick Cassidy fuhr von Startplatz 16 im Duell dem WRT-Rookie Jonathan Aberdein rechts in die Seite, verlor die Kontrolle und kam von der Strecke ab. FĂŒr Cassidy war das Rennen damit vorzeitig beendet.

Safety-Car-Phase im Final-Lauf | foto: aos
Der Cassidy-Zwischenfall löste zunĂ€chst eine Safety-Car-Phase aus, bis plötzlich Daniel Juncadellas Aston Martin Feuer fing und heftig rauchte. Der Spanier konnte sein Cockpit schnell verlassen, doch der Bolide musste gelöscht werden. Das war der AnlaĂ fĂŒr die Rotphase mit Rennunterbrechung.
Rennverlauf
Nach der Rotphase lieferten sich MĂŒller und Rast ein spektakulĂ€res Duell. MĂŒller behielt die Oberhand vor dem bereits feststehenden DTM-Champion und lieĂ auch in der Folge nichts mehr anbrennen.
Glock, der das Rennen vom zweiten Startplatz aufgenommen hatte, musste sich zum Abschluss seiner Pleite-Saison mit P4 zufriedengeben. Am Samstag hatte der BMW-Pilot wegen eines Problems mit einer offenen TĂŒr einen möglichen Podestplatz verpasst.

Bis zur letzten Renn-Minute fuhren Green im Audi und Eriksson im BMW auf ihren ersten Reifen | foto: aos
Hinter Glock fuhren Green und Eriksson nach ihren Boxenstopps in der allerletzten Runde, Frijns (Audi), Dennis (Aston Martin), Spengler (BMW) und Duval (Audi) in die PunkterÀnge.
Jenson Button, der als Gaststarter der Super GTs in Hockenheim startete, war erneut der bestplatzierteste Fahrer der japanischen Abordnung. Der frĂŒhere Formel-1-Weltmeister pilotierte seinen von einem Mittelmotor angetriebenen Honda NSX-GT auf den 16. Platz. Am Samstag ĂŒberraschte Button mit Platz sechs im Qualifying und anschlieĂend mit P9 in seinem ersten Rennen im Rahmen der DTM.
DTM Finale – Wasserspiele in Hockenheim – das Schönste kommt zum SchluĂ!

Nico MĂŒller – Vize-Champion [li] und RenĂ© Rast DTM-Champion 2019 [re] | foto: aos

Abschied von der DTM-Saison 2019 – RenĂ© Rast | foto: aos
Rennergebnisse und Meisterschaftstabelle
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