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    DTM Classic: Stefan MĂŒcke feiert Heimsieg auf dem Lausitzring

    Von Sascha Kröschel | 19.August 2023

    Peter Nickel im Opel Calibra BJ 1995
    • MĂŒcke begeistert bei der DTM Classic mit spektakulĂ€ren Driftwinkeln
    • DTM-Fans genießen Zeitreise mit den Tourenwagen Legenden
    • Yannik Dinger und Marc Hessel liefern sich packendes Duell um Platz zwei

    Heiße Kisten bei heißen Temperaturen – Rennen eins der DTM Classic war fĂŒr die Besucher auf dem DEKRA Lausitzring ein Garant fĂŒr gute Unterhaltung. Die Tourenwagen Legenden boten eine faszinierende Zeitreise in die Geschichte der DTM mit Rennfahrzeugen aus drei Dekaden. SouverĂ€ner Sieger war nach 30 Minuten Lokalmatador Stefan MĂŒcke, gegen den im Ford Sierra RS500 kein Kraut gewachsen war. Mit einem Vorsprung von 1:04,426 Minuten wurde der Berliner vor Yannik Dinger abgewinkt, der sich ĂŒber den kompletten Rennverlauf ein spannendes Duell mit Marc Hessel um die weiteren zwei PodestplĂ€tze lieferte. 

    Vom Start weg dominierte zunĂ€chst Polesitter Stefan Rupp im Audi A4 DTM das Geschehen. Im bĂ€renstarken Klasse-1-Boliden von 2007 setzte er sich an der Spitze des Feldes direkt ab. Nach neun Runden musste Rupp das Fahrzeug allerdings mit einem technischen Defekt vorzeitig abstellen. MĂŒcke ĂŒbernahm Platz eins und man merkte ihm sichtlich an, dass er großen Spaß hatte, den PS-starken Sierra um den 3,478 Kilometer langen Kurs zu jagen. Mit satten Flammen aus dem Sidepipe-Auspuff und spektakulĂ€ren Drifts dank abbauender Reifen begeisterte er die Zuschauer und fuhr zum Sieg.

    „Das war ganz schön heiß heute im Auto“, gestand er nach dem Rennen. „NatĂŒrlich habe ich von dem Ausfall von Stefan Rupp profitiert. Erst merkte ich, dass er langsamer wurde, dann hat er leider die Box angesteuert. Morgen wird er das Rennen sicherlich von hinten aufnehmen und dann wird es am Ende vorne sehr spannend.“ Rupp rĂ€umte mit gewohnter Selbstironie ein: „Ich kam, sah und siegte am Ende nicht. Ich dachte, das wird ein schöner Nachmittag und hatte mich schon auf das Treppchen gefreut, als plötzlich Rauch im Auto war. Ein Schlauch der Servopumpe war geplatzt. Hoffentlich können wir das bis morgen reparieren, dann greife ich wieder an.“

    Von Beginn an duellierten sich Marc Hessel im BMW 320is E30 von 1988 und Yannik Dinger im BMW 328i E36 (1991) um die Verfolgerpositionen. Ex-DTM-Fahrer Hessel konnte seinen Kontrahenten bis Runde 15 hinter sich halten, musste sich dann aber in der Kurvenkombination Richtung Start-Ziel geschlagen geben. Zwar versuchte er beim Anbremsen von Kurve eins noch einen Konter, der endete aber in einem kapitalen Verbremser. Dinger behielt den Überblick und vermied eine Kollision. Im Ziel trennten beide Fahrer 2,188 Sekunden.

    „Das war ein hartes StĂŒck Arbeit“, sagte Hessel. „In den Trainings hatten wir noch Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Jetzt im Rennen sind wir bei ĂŒber 40° C Streckentemperatur deutlich ĂŒber das Ziel hinausgeschossen. Am Ende ging nichts mehr.“ FĂŒr seinen jungen Kontrahenten Dinger fand er lobende Worte: „Ein großes Kompliment an Yannik. Wir haben uns einen sehr guten Fight geliefert und er hat Ausdauer bewiesen. Das war im Gegensatz zu der Hitze im Auto sehr cool.“ Dinger war nach dem Rennen ĂŒberwĂ€ltigt: „Das war brutal genial – unser Zweikampf, einfach mega. Ich bin komplett fertig, sprachlos und hoffe, dass es morgen so weitergeht.“

    Hinter dem Spitzentrio pilotierte Peter Nickel den schnellsten Klasse-1-Boliden auf Rang vier ins Ziel. Im Opel Calibra von 1995 verwies er Thomas Ardelt im schnellsten Klasse-3-Fahrzeug auf Platz fĂŒnf. Die Top-10-Positionen komplettierten Klaus Peter (Audi V8), Hans-Robert Holzer (BMW M3 E30), Dr. Sebastian Haas (BMW M3 E30), Carsten Welschar (Opel Kadett E GSI) sowie Martin Kowalzyk (Opel Omega Evolution 500).

    Das zweite Rennen der DTM Classic startet am Sonntag um 10:20 Uhr und kann per Livestream ĂŒber den YouTube-Kanal der DTM auf dem heimischen Bildschirm verfolgt werden.

    Topics: Motorsport, Oldtimer |