Motorsport Magazin Rhein-Berg
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    ADAC GT Masters: Formel-1-Gene in der Serie – Gregory De Sybourg

    Von Sascha Kr├Âschel | 5.Juli 2024

    Der Name Jo Siffert d├╝rfte den meisten Motorsportfans bekannt sein. (Ansonsten siehe -> https://de.wikipedia.org/wiki/Jo_Siffert) Doch was hat die Schweizer Motorsportlegende mit dem ADAC GT Masters gemeinsam? Die Verbindung stellt der Eidgenosse Gr├ęgory De Sybourg her, denn der 20-J├Ąhrige ist der Enkel des 96-fachen Grand-Prix-Teilnehmers. De Sybourg startet seit diesem Jahr zusammen mit Eduardo Coseteng im ADAC GT Masters und pilotiert dabei einen BMW M4 GT3 f├╝r das Team FK Performance. Im Interview beschreibt er seinen Einstieg in den Motorsport und spricht ├╝ber seine Ziele.

    Mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer Jo Siffert als Gro├čvater muss man zwangsl├Ąufig vom Motorsport begeistert sein, oder?

    Das Erbe meines Opas wirkt sich nat├╝rlich auf meine gesamte Familie
    aus. Die Begeisterung wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Neben meinem Gro├čvater sind auch meine Eltern vom Motorsport fasziniert und waren auch beide schon motorsportlich aktiv. Es war daher klar, dass sie mich fr├╝her oder sp├Ąter in ein Go-Kart setzen. Meine Freunde spielten damals eher Fu├čball oder Hockey, mich packte die Faszination Motorsport direkt bei meiner ersten Fahrt. Von da an hatte ich mein Ziel vor Augen, sp├Ąter einmal Rennfahrer zu werden. Meine Mutter musste zwar meinen Vater erst ├╝berreden, ein Kart zu kaufen, aber da er selbst die Leidenschaft teilt, musste sie sich nicht allzu sehr bem├╝hen.

    In der Schweiz werden mehrere Sprachen gesprochen. Mit welcher Sprache bist du aufgewachsen?

    In meiner Schweizer Heimatstadt Freiburg wird neben Franz├Âsisch auch Deutsch gesprochen. Da ich jedoch im franz├Âsischen Teil aufgewachsen bin, war dieser Einfluss entsprechend gr├Â├čer. Allerdings sollte man beide Sprachen beherrschen. Aus diesem Grund war ich nach dem Ende meiner Schulzeit jeweils f├╝nf Monate in M├╝nchen und Hannover, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Da ich nun f├╝r ein deutsches Team fahre, ist das ein gro├čer Vorteil. Zudem lerne ich seit dem Jahresbeginn intensiver Englisch, denn im Motorsport ist diese Sprache eine der wichtigsten.

    Wieso hast du dich f├╝r das ADAC GT Masters entschieden?

    Das ADAC GT Masters weckte sofort gro├čes Interesse bei mir. Vor allem, dass die Serie ihren Fokus auf die Nachwuchspiloten legt, war ein entscheidendes Argument f├╝r mich. Zudem ├╝berzeugt mich das Nachwuchskonzept ÔÇ×Road to DTMÔÇť, das f├╝r alle Piloten eine zus├Ątzliche Motivation darstellt. Letztlich war es die richtige Entscheidung, die erste GT3-Saison im ADAC GT Masters zu bestreiten.

    Wie war deine Laufbahn bis zum Einstieg ins ADAC GT Masters?

    Bis zum Jahr 2019 war ich in verschiedenen Kart-Serien in der Schweiz aktiv. Im darauffolgenden Jahr absolvierte ich ein Auslandsjahr in Deutschland, um die Sprache zu lernen und meinen Einstieg in den Motorsport vorzubereiten. Zur selben Zeit kontaktierten meine Eltern
    meinen derzeitigen Manager Beno├«t Morand, der mich seit einem erfolgreichen Test im Formel-4-Fahrzeug unterst├╝tzt. Der Einstieg in den Prototypen-Sport folgte dann im Jahr 2022. Mein Deb├╝t verlief mit mehreren Podiumspl├Ątzen, einem Sieg und dem Titel als bester Nachwuchsfahrer ziemlich gut. Danach wechselte ich in eine Langstrecken-Meisterschaft, in der ich mit vier Podiumsplatzierungen Vize-Meister wurde.

    An deiner Seite f├Ąhrt Eduardo Coseteng, der schon im Vorjahr im ADAC GT Masters unterwegs war. Inwieweit hilft dir das?

    Das ist super. Eduardo kennt das Auto und auch die meisten Strecken, auf denen wir unterwegs sind. F├╝r meine pers├Ânliche Entwicklung ist das ein gro├čer Vorteil. Auch die anderen Piloten im Team sind sehr hilfsbereit, die Stimmung im Team von FK Performance ist also hervorragend.

    Wie hast du die ersten Rennen erlebt?

    Nach einem schwierigen Saisonstart in Oschersleben konnten wir in Zandvoort unsere ersten Meisterschaftspunkte einfahren. Daran m├Âchten
    wir am N├╝rburgring ankn├╝pfen und eine Top-5-Platzierung anvisieren. Da ich diese Saison als Lehrjahr betrachte, konzentriere ich mich vor allem
    auf meine pers├Ânliche Entwicklung. Ich merke, dass ich mich von  Rennen zu Rennen verbessere und vorankomme. F├╝r die kommende Saison will ich dann um den Titel mitk├Ąmpfen.

    Was waren deine sch├Ânsten Erinnerungen im Motorsport?

    Meine erste Podiumsplatzierung und nat├╝rlich auch der erste Sieg. Vor allem aber, dass ich mir an meinem 20. Geburtstag einen Traum erf├╝llen konnte. Zu diesem Zeitpunkt durfte ich mit FK Performance meinen  ersten Test in einem BMW M4 GT3 in Portim├úo absolvieren. Es h├Ątte kein besseres Geschenk geben k├Ânnen.

    Was ist dein langfristiges Ziel?

    Ich will f├╝r BMW in der FIA WEC oder ELMS zu starten. Besonders reizt mich daran das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dort anzutreten, w├Ąre ein gro├čer Wunsch von mir.

    Topics: ADAC GT Masters |