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Porsche 911 GT3 R starten in Le Mans im historischen Design von 1951
Von Sascha Kröschel | 4.Juni 2026
- Rennwagen von Manthey im Sonderdesign zu â75 Jahre Porsche Motorsportâ
- Hommage an ersten Einsatz und Klassensieg 1951 mit dem 356 SL Coupé
Die Folierung der beiden Rennwagen aus Weissach orientiert sich am Design des Porsche 356 SL CoupĂ© von 1951. In jenem Jahr hatten die beiden Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche beim allerersten Einsatz eines Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans den Klassensieg errungen. Insgesamt haben Rennwagen aus der Zuffenhausener Sportwagenschmiede bislang 19 Gesamttriumphe und 112 Klassensiege erzielt. Im 76. Jahr in Folge steht mindestens ein Porsche am Start des gröĂten Langstreckenrennens der Welt.
âWir sind nicht nur Rekordhalter bei Gesamt- und Klassensiegen, sondern auch der einzige Hersteller, der seit 1951 ununterbrochen mindestens ein Fahrzeug am Start in Le Mans hatteâ, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. âDiese Statistik macht uns sehr stolz. Sie unterstreicht, wie sehr Porsche auf die EntwicklungsbĂŒhne Motorsport setzt. Die innenbelĂŒfteten Scheibenbremsen, das heute nicht mehr wegzudenkende Doppelkupplungsgetriebe PDK oder die 800-Volt-Hochspannungstechnologie sind nur drei Beispiele dafĂŒr. Diese Innovationen aus Weissach haben wir durch RenneinsĂ€tze, unter anderem in Le Mans, zur Serienreife gebracht. Sie sind somit im wahrsten Sinne âracebornâ.â
Der erste Klassensieg in Le Mans
Das Jahr 1951: Nach ersten motorsportlichen EinsĂ€tzen wie Stadtrennen oder bei der Midnight Sun Rally mit StraĂenversionen des 356 folgt der Schritt auf die groĂe internationale BĂŒhne. Mit einem 356 SL wagt Porsche erstmals den Start bei den 24 Stunden von Le Mans. Intern trĂ€gt das Fahrzeug die Bezeichnung âTyp 514 Porsche Sport fĂŒr Le Mans 1951â. Die An- und Abreise zu und von der Rennstrecke an der Sarthe erfolgte damals auf Achse, elf Stunden ĂŒber LandstraĂen mit Start in Zuffenhausen. Am 23. Juni 1951 starten die Franzosen Auguste Veuillet und Edmond Mouche mit ihrem silberfarbenen 356 in das 24-Stunden-Rennen. Er trĂ€gt die Fahrgestellnummer 356/2-063. Der Weg zum ersten Klassensieg erwies sich als lang, denn bis zum Rennstart waren bereits zwei der drei Wettbewerbs- und Trainingsfahrzeuge verunfallt. Alle Hoffnung lag auf dem verbliebenen Leichtgewicht mit dem luftgekĂŒhlten, 46 PS starken Vierzylinder-Boxermotor mit 1.086 Kubikzentimetern. In Le Mans ĂŒberzeugt der 356 SL mit Standfestigkeit, Effizienz und PrĂ€zision. In Runde 158 erreicht der Wagen seine Bestzeit von 5:44,7 Minuten pro Umlauf. Die Höchstgeschwindigkeit des 635 Kilogramm leichten Fahrzeugs liegt bei 160 km/h. Als die Zielflagge sie abwinkt, haben Veuillet/Mouche den Sieg in ihrer Klasse sowie den 20. Gesamtrang erreicht. Insgesamt spulten sie 2.840,65 Kilometer mit einem Schnitt von 118,36 km/h ab.
Kundensport ist eine Kernkompetenz von Porsche Motorsport
Bei der 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans treten am 13./14. Juni zwei Porsche-Rennwagen an. Das Kundenteam Manthey setzt zwei Porsche 911 GT3 R in der LMGT3-Klasse ein. Die beiden bis zu 416 kW (565 PS) starken Neunelfer gehen dabei in Silber auf die Strecke â eine Hommage an das silberfarbene Porsche CoupĂ© von 1951. Im Fahrzeug mit der Startnummer 91 tritt unter anderem Werksfahrer Ayhancan GĂŒven aus der TĂŒrkei an, im Schwesterauto mit der Nummer 92 fĂ€hrt sein österreichischer Porsche-Kollege Richard Lietz.
Seit vielen Jahren gehört Porsche zu den Herstellern mit den meisten Kundenfahrzeugen im Renneinsatz. Zum aktuellen Portfolio zÀhlen der Porsche 911 GT3 R, der 718 Cayman GT4 RS Clubsport, der 911 Cup sowie der 911 GT3 Cup mit Rallye-GT-Kit. Hinzu kommen der Porsche 99X Electric und der 963, die beide auch vom Werk eingesetzt werden.
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