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Alfa Romeo gewinnt erneut die Oldtimer-Rallye Mille Miglia
Von Sascha Kröschel | 15.Juni 2026
- Ein Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport von 1931 siegt bei der 44. Ausgabe der historischen Mille Miglia.
- EMitglieder der Rockband Subsonica nahmen in einem Alfa Romeo 1900 Super Sprint von 1956 aus der Sammlung des Heritage Hub teil.
- EDie Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa[1] feierte ihr dynamisches DebĂŒt, die gesamte aktuelle Modellpalette war als Organisationsfahrzeuge im Einsatz.
Ein Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport aus dem Jahr 1931 hat die Mille Miglia gewonnen. Damit knĂŒpfte das argentinische Team Juan Tonconogy und Margarita Tonconogy bei der heute als Oldtimer-Rallye durchgefĂŒhrten Veranstaltung an die groĂen Erfolge der Marke beim historischen Vorbild an. Alfa Romeo ist mit elf Siegen Rekordhalter bei der ursprĂŒnglichen Mille Miglia, die zwischen 1928 und 1957 als StraĂenrennen in Norditalien ausgetragen wurde. Der Heritage Hub der Stellantis-Gruppe schickte auĂerdem einen Alfa Romeo 1900 Super Sprint aus dem Jahr 1956 an den Start. Am Lenkrad wechselten sich Mitglieder der italienischen Band Subsonica ab.
Im Rahmen der Mille Miglia feierte auĂerdem die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio Luna Rossa ihr dynamisches DebĂŒt. Die streng limitierte Sonderserie entstand in Kooperation mit dem italienischen Segelteam, das am Americaâs Cup teilnimmt. DarĂŒber hinaus war die gesamte aktuelle Modellpalette von Alfa Romeo im Einsatz. Die Modelle Junior, Tonale, Giulia und Stelvio waren fĂŒr die Organisation unterwegs und brachten das unverwechselbare sportliche Erbe von Alfa Romeo auf die Strecke.
Im Ziel auf der Viale Venezia in Brescia â dem traditionellen historischen Start- und Zielpunkt der Mille Miglia â wurde der Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport mit der Startnummer als Sieger gefeiert. Die Veranstaltung wird heute als GleichmĂ€Ăigkeitsrallye fĂŒr Fahrzeuge ausgetragen, die entweder zwischen 1927 und 1957 am ursprĂŒnglichen StraĂenrennen teilgenommen haben oder im gleichen Zeitraum gebaut wurden. FĂŒnf Tage, fast 2.000 Kilometer und ein ganzes Land hinter der Windschutzscheibe: Die Mille Miglia 2026 war eine groĂe Reise durch die schönsten Regionen Italiens, geprĂ€gt vom Takt der Stoppuhren und dem Klang der Motoren. Neben den Gesamtsiegern stellte Alfa Romeo mit 50 Teilnehmern auch das gröĂte Kontingent im Feld. 27 Fahrzeuge stammten aus Baujahren vor 1939.
Unter den RaritĂ€ten ragte ein Alfa Romeo 1900 Super Sprint aus dem Jahr 1956 heraus, dessen Zweiliter-Vierzylinder mit den fĂŒr die Marke typischen zwei obenliegenden Nockenwellen 85 kW (115 PS) leistet. Der Klassiker steht normalerweise im Werksmuseum von Alfa Romeo im norditalienischen Arese. Das CoupĂ© wurde von Mitgliedern der italienischen Elektro-Rockband Subsonica gefahren. Damit steht der Alfa Romeo 1900 Super Sprint fĂŒr die unverwechselbare Mischung aus Eleganz und Sportlichkeit, die ihn in den 1950er-Jahren zum bevorzugten Wagen fĂŒr Gentleman Driver und zu einem Symbol des italienischen Wirtschaftswunders machte. Bis heute gilt das Modell als eines der ausgewogensten und elegantesten CoupĂ©s, die jemals von Alfa Romeo gebaut wurden.
Als Organisationsfahrzeuge kamen mehrere Alfa Romeo Tonale, Alfa Romeo Giulia und Alfa Romeo Stelvio zum Einsatz. Diese modernen Fahrzeuge ĂŒbertragen das sportliche Erbe der Marke in die Gegenwart und stellen Kurve fĂŒr Kurve die legendĂ€re Fahrdynamik von Alfa Romeo unter Beweis.
Highlights setzte auch die Alfa Giulia Quadrifoglio Luna Rossa. Die Rahmen des Programms Bottegafuoriserie entwickelte Hochleistungslimousine ist das Ergebnis der Partnerschaft zwischen Alfa Romeo und Luna Rossa. Als Antrieb dient der ikonische 2,9-Liter-V6-Biturbomotor mit 382 kW (520 PS). Ein mechanisches Sperrdifferenzial optimiert die KraftĂŒbertragung und verbessert die FahrstabilitĂ€t, die AgilitĂ€t sowie die Kurvengeschwindigkeit. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das nicht nur kraftvoll beschleunigt, sondern auch jede Kurve prĂ€zise meistert und die perfekte Synthese aus Aerodynamik, Mechanik und italienischer Leidenschaft verkörpert. Die auf zehn Exemplare limitierte Sonderserie ist bereits ausverkauft.
Die Mille Miglia 2026
Nach den technischen Kontrollen und der ĂberprĂŒfung der Teilnehmerunterlagen fiel am vergangenen Dienstag auf der Viale Venezia in Brescia der Startschuss fĂŒr die Mille Miglia. Nach der Durchfahrt durch das Stadtzentrum fĂŒhrte die Route in Richtung Val Trompia und Val Gobbia. Der erste Halt in Lumezzane, das erstmals Teil der Veranstaltung war, fĂŒhrte den Konvoi durch das Val Sabbia, entlang des Gardasees und durch die Region Valtenesi. Von dort aus setzte sich die Strecke durch Venetien fort, vorbei an den HĂŒgeln von Soave und Vicenza, bis das Etappenziel in Padua erreicht wurde.
Am Mittwoch stand die Durchquerung Italiens von Ost nach West auf dem Programm. Nach Ferrara, Modena und Reggio Emilia, dem Herzen des italienischen Motor Valley, meisterten die Fahrzeuge den Anstieg zum Passo dellâAbetone, eine der faszinierendsten PrĂŒfungen der gesamten Strecke. AnschlieĂend ging es hinunter nach Montecatini Terme.
Am Donnerstag fĂŒhrte die Strecke durch das Herz der Toskana. Lucca, Pietrasanta, Pisa, Pontedera und Peccioli waren die Stationen einer Route durch historische Orte und KunststĂ€dte. Höhepunkt war eine Pause auf der Piazza del Campo in Siena, bevor die Teilnehmer das Val dâOrcia durchquerten. Vorbei an den Seen Bolsena und Vico erreichte der Tross schlieĂlich Rom, den Wendepunkt der Veranstaltung.
Am Freitag folgte die RĂŒckfahrt in Richtung Norden ĂŒber Terni, Assisi und Gubbio. Am Nachmittag passierten die Fahrzeuge die eindrucksvolle Gola del Furlo und durchquerten die Republik San Marino. Die Tagesetappe endete in Rimini.
Am Samstag endete die Mille Miglia 2026 mit dem groĂen Finale. Nach den Durchfahrten in Cervia und erneut in Ferrara machte das ârollende Museumâ Station in Mantua, bevor die RĂŒckkehr nach Brescia erfolgte. Insgesamt nahmen mehr als 400 historische Fahrzeuge mit Besatzungen aus 33 LĂ€ndern teil.
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