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VLN: Ergebnis des 44. ADAC Barbarossapreises
Von Sascha Kröschel | 27.August 2012
Frank Biela, Christian Hohenadel und Thomas Mutsch sorgten beim achten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf der NĂŒrburgring-Nordschleife fĂŒr den ersten Sieg des Audi-Kundenteams Raeder Motorsport. Nur 1,748 Sekunden dahinter komplettierten die Phoenix-Piloten Marc Basseng und Frank Stippler einen Doppelsieg des Audi R8 LMS ultra. Platz drei ging an den Manthey-Porsche von Jochen Krumbach (Eschweiler), Timo Bernhard (Dittweiler) und Patrick Pilet (Frankreich).
Im Zeittraining sicherte sich das Manthey-Trio bei abtrocknender Strecke die Pole-Position mit einer Zeit von 8:22,206 Minuten. Die Ehre des Startturns wurde – nach guter alter Manthey-Tradition – dem Nordschleifen-Rookie Pilet zuteil. Der wurde von Beginn an von Marc Hennerici (Mayen) im Timbuli-Porsche unter Druck gesetzt. Doch der Franzose blieb standhaft, und ĂŒbergab den 911er in FĂŒhrung liegend an den zweifachen Saisonsieger Krumbach. Es folgte ein ebenso packendes Duell zwischen Krumbach und Basseng, das in einer Kollision der beiden Fahrzeuge bei der Boxeneinfahrt gipfelte. âIch hatte leichte Bremsprobleme, so dass ich den Manthey-Porsche am Heck touchiert habe – das war keine Absicht und tut mir sehr leid â, erklĂ€rte Basseng nach dem Rennen. Zwar klagte Bernhard im finalen Stint ĂŒber eine verzogene Spur am Manthey-Porsche, schnelle Rundenzeiten waren dennoch möglich. Im 20. Umlauf fuhr der Porsche-Werksfahrer mit 8:12,726 Minuten die schnellste Runde des Teams . In FĂŒhrung liegend steuerte Bernhard wenige Runden vor Schluss die Box an und bĂŒĂte beim Nachtanken die Spitzenposition ein. Die Raeder-Truppe hatte sich durch einen vorgezogenen Boxenstopp aus allen ZweikĂ€mpfen herausgehalten und heimlich, still und leise einen kleinen Vorsprung herausgefahren. âDie Taktik war heute ein wichtiger Grundstein fĂŒr unseren Erfolgâ, sagte Biela. âZudem war nach den Positionen drei und zwei bei den vorangegangenen Rennen ein Sieg nun die logische Konsequenz.â Mutsch, der sich im letzten Stint den Angriffen von Stippler erwehren musste, freute sich ĂŒber seinen ersten VLN-Sieg. Nach seinem schweren Test-Unfall zu Beginn des Jahres war Bernhard froh, wieder auf dem Podium zu stehen. âIch bin glĂŒcklich, wieder da zu sein. Im Rennen hatte ich tolle Duelle und habe mich wirklich sehr wohl gefĂŒhlt. Es wĂ€re heute mehr drin gewesen; umso mehr will ich in diesem Jahr noch einen Sieg auf meinem Konto verbuchen.â
Hinter dem Spitzentrio fuhr der Timbuli-Porsche zum zweiten Mal in Folge auf Platz vier. Der Falken-Porsche belegte Platz sechs vor dem zweiten Phoenix-R8. Den schnellsten Mercedes-Benz SLS AMG GT3 pilotierten Alexander Roloff (Berlin) und Roland Rehfeld (Blankenfelde) fĂŒr das Team Rowe Racing auf Position sieben.
Der Wertungsgruppensieg bei den Cup-Fahrzeugen errangen Uwe Alzen (Betzdorf) und Philipp Wlazik (Gladbeck) im Porsche 911 GT3 Cup. Der Gruppe-H-Sieg ging an Hubert Nacken (SteiĂlingen) und Ulli Packeisen (Wuppertal) und bei den VLN-Serienwagen hatten Tim Scheerbarth (Dormagen), Carsten Knechtges (Mayen) und Steve Jans (Luxemburg) im BMW M3 von Black Falcon die Nase vorne. Zum knappsten Zieleinlauf kam es in der Klasse SP4T. Anja Wassertheurer (Stuttgart) und Daniela Schmid (Ăsterreich) ĂŒberquerten im Audi TT-RS von FH Köln Motorsport 1,050 Sekunden vor dem IngolstĂ€dter-Pendant von Raeder Motorsport mit Christoph Breuer (Nettersheim) und Patrick Kaiser (Liechtenstein) den Zielstrich.
Die TabellenfĂŒhrung – aufgrund eines Protestes beim siebten Lauf weiterhin vorlĂ€ufig – haben Elmar Jurek und Jannik Olivo (beide Berlin) inne. Das Duo fuhr den sechsten Sieg in der Renault Clio Cup-Klasse ein.
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