Motorsport Magazin Rhein-Berg
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    Dakar 2024: DoppelfĂŒhrung fĂŒr Audi zur Halbzeit der Rallye

    Von Sascha Kröschel | 13.Januar 2024

    dakar 2024

     

     

     

     

    – Carlos Sainz/Lucas Cruz fĂŒhren vor Mattias Ekström/

    – Spannung, Abwechslung und ein ausgeglichenes Feld prĂ€gen die Rallye

    – Terrain, Distanzen und Navigation stellen höchste Anforderungen

    Das Team Audi Sport blickt zur Halbzeit der Rallye Dakar auf seine bislang beste Leistung: Bei seiner dritten Teilnahme an dem WĂŒsten-Klassiker verbucht Audi mit den Spaniern Carlos Sainz/Lucas Cruz vor den Schweden Mattias Ekström/Emil Bergkvist nach sechs von zwölf Etappen eine DoppelfĂŒhrung. In einer besonders anspruchsvollen Ausgabe der hĂ€rtesten WĂŒstenrallye der Welt zeichnet sich der innovative Audi RS Q e-tron durch die Effizienz seines elektrischen Antriebs und seine ausgeprĂ€gte ZuverlĂ€ssigkeit auf den ersten 4.200 Kilometern aus.

    Schroffe UntergrĂŒnde von Vulkangestein bis zu Geröll, anstrengende DĂŒnenĂŒberquerungen im Empty Quarter in Saudi-Arabien und zwei jeweils zweitĂ€gige Marathon-Etappen mit geringen oder keinen Servicemöglichkeiten: „Die 46. Ausgabe der Rallye Dakar ist wie angekĂŒndigt absolut unerbittlich“, urteilt Audi-Motorsportchef Rolf Michl. „Umso mehr beeindruckt mich, was wir vom Team Audi Sport und von Q Motorsport bisher gesehen haben. Dank Zielstrebigkeit, harter Arbeit, einer geschlossenen Mannschaftsleistung aller Beteiligten und einer klugen Taktik haben sich Carlos mit Lucas sowie Mattias mit Emil in ihren Audi RS Q e-tron an die Spitze gesetzt.“

    Sechs verschiedene Tagessieger vom Prolog bis zur sechsten Etappe, vier FĂŒhrungswechsel sowie dramatische RĂŒckschlĂ€ge fĂŒr mehrere Favoriten charakterisieren eine spannende und völlig offene Ausgabe der Rallye Dakar. Allein auf den ersten drei Etappen waren die PrĂŒfungen mehr als 400 Kilometer lang. Nach dem Sieg von Mattias Ekström/Emil Bergkvist beim Prolog setzten die Audi-Fahrerpaarungen ihre Bestleistungen fort. Carlos Sainz/Lucas Cruz ĂŒbernahmen mit Platz zwei auf der ersten Etappe eine Spitzenposition. Tags darauf gelang dem von Edouard Boulanger navigierten Franzosen StĂ©phane Peterhansel in einem weiteren Audi sein 50. persönlicher Etappensieg im Auto, hinzu kommen 33 aus seiner Motorrad-Zeit. Sainz/Cruz ĂŒbernahmen gleichzeitig fĂŒr einen Tag die FĂŒhrung und blieben bis zur fĂŒnften Etappe bestĂ€ndig unter den ersten drei, wĂ€hrend Ekström/Bergkvist als Vierte direkt dahinter folgten.

    Die große Wende brachte die 48H-Chrono-PrĂŒfung auf Etappe 6 unmittelbar vor dem Ruhetag in Riad. Sie verteilte sich auf den Donnerstag und den Freitag und umfasste 547 Kilometer auf Zeit sowie 765 Kilometer insgesamt. In den DĂŒnengebirgen sank der Temposchnitt von zuvor mehr als 110 km/h auf nur noch 74 km/h. Die PrĂŒfung erlaubte keinen externen Service. Fahrer und Beifahrer waren auch ĂŒber Nacht von den Teams getrennt und auf sich allein angewiesen. Um die Etappe durch die Sandgebirge im Empty Quarter nicht eröffnen zu mĂŒssen, taktierten zahlreiche Spitzenteams am Tag zuvor, da das jeweilige Etappenergebnis die Startpositionen am Folgetag bestimmt. Auch die drei Audi-Fahrermannschaften fuhren freiwillig um mehrere Minuten langsamer. „NatĂŒrlich wussten wir nicht, ob diese Taktik aufgeht, aber sie hat sich am Ende ausgezahlt“, sagte Sven Quandt, Teamchef von Q Motorsport. „Unsere Fahrer haben die Aufgaben perfekt umgesetzt, lediglich StĂ©phane hatte etwas Pech. Auch wenn sie die Etappe nicht gewonnen haben, stehen zwei unserer drei Fahrerpaarungen im Gesamtergebnis mit der DoppelfĂŒhrung sehr gut da. Unser Dank gilt auch der Mannschaft fĂŒr die harte und gute Arbeit.“

    Die 48H-Chrono-PrĂŒfung forderte ihren Tribut. WĂ€hrend sich mit Yazeed Al Rajhi der FĂŒhrende im Toyota ĂŒberschlug, handelte sich Prodrive-Pilot Nasser Al-Attiyah als einer der weiteren Favoriten 2.45 Stunden RĂŒckstand durch einen technischen Schaden ein. Auch StĂ©phane Peterhansel/Edouard Boulanger blieben nicht verschont und erlebten wegen der harten Landung nach einem Sprung Probleme mit einem Hydrauliksystem. Es war bislang der einzige nennenswerte Schaden, den die Techniker unter Leitung von Dr. Leonardo Pascali zu beklagen hatten. Peterhansel/Boulanger fielen auf Position 22 zurĂŒck. „Das war sehr bedauerlich, denn wir waren tags zuvor noch Sechste der Gesamtwertung und hatten Chancen auf ein gutes Endergebnis“, sagte der 14-malige Dakar-Sieger Peterhansel.

    Carlos Sainz/Lucas Cruz genĂŒgte Platz zwei, um mit 20.21 Minuten Vorsprung die FĂŒhrung zu ĂŒbernehmen. „Es war bis jetzt eine harte Rallye, in der wir keinen Augenblick verschnaufen konnten. Im Staub verschiedener Konkurrenten kamen wir in den Anfangstagen mehrfach in kritische Situationen“, so der dreimalige Dakar-Sieger Sainz. „Umso erfreulicher, dass wir auf der 48H-Chrono-PrĂŒfung die FĂŒhrung ĂŒbernommen haben. Aber das heißt noch nichts, denn wir haben gerade einmal Halbzeit.“ Mattias Ekström/Emil Bergkvist, die erst zum vierten Mal an dieser Rallye teilnehmen, verbesserten sich dank Tagesrang drei am Freitag nun auf die zweite Gesamtposition. „Ich bin wirklich glĂŒcklich, auch wenn wir im Empty Quarter einmal im Sand steckengeblieben sind“, sagte der frĂŒhere Rallyecross-Weltmeister und DTM-Champion Mattias Ekström. „Unser Auto lief tadellos. Die Navigation war schwierig. Emil musste den richtigen Weg und ich ein geeignetes Tempo finden. Mit unserer aktuellen Position können wir sehr zufrieden sein.“

    Nach 2.304 gefahrenen PrĂŒfungskilometern und bislang 4.201 Kilometern Gesamtdistanz starten die Teams am Sonntag in die zweite Rallye-HĂ€lfte. Wiederum liegen lange Tagesdistanzen von teilweise fast 500 PrĂŒfungs-Kilometern ebenso wie anspruchsvolles Terrain vor den Teilnehmenden. „Wir sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. NatĂŒrlich sind wir ehrgeizig, blicken aber voller Respekt und ohne Illusionen auf die noch vor uns liegenden Aufgaben“, sagt Rolf Michl. Die Fans können das Geschehen weiterhin auf den Social-Media-KanĂ€len von Audi Official und Audi Sport verfolgen. Das beliebte Videoformat „Inside Dakar“ bietet jeden Abend spannende Bilder, einen aufschlussreichen Überblick ĂŒber das Tagesgeschehen und viele direkte EindrĂŒcke der Beteiligten.

    Topics: Motorsport |