Motorsport Magazin Rhein-Berg
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  • VLN: Tsunami RT – Wetterkapriolen in der Eifel

    Von Sascha Kröschel | 23.Oktober 2009

    Der neunten und vorletzte Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft auf der NĂĽrburgring Nordschleife wurde fĂĽr das ukrainische Tsunami Racing Team ein erneuter und ein harter Test auf dem von Steam Racing aufgebauten Porsche 997 Cup.

    Im Rennen war es fĂĽr den Deutschen Michael Schratz und die russisch – ukrainische Mannschaft die aus den Fahrern Aleksej Bassow, Alexander Gajdaj und Andrej Kruglik bestand, keine leichte Aufgabe in der ersten Rennhälfte die optimale LinienfĂĽhrung zu finden. Erschwerte doch die Fahrbahnsituation, trocken, nass bis hin zu ĂĽberfluteten Abschnitten, die richtige Reifenwahl.

    Ungeachtet der zahlreichen Probleme im Rennen bezĂĽglich der Ehrfahrung des jungen Teams unter diesen Rennbedingungen, konnte man im Verlauf des Rennens von der 37. Startposition einen 20. Platz in der Gesamtwertung und einen 4. Platz in der Klasse herausfahren.

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    WTCC: Renntermine 2010 – Zolder und PortimĂŁo sind neu dabei

    Von Sascha Kröschel | 22.Oktober 2009

    Die vorläufigen Termine der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) 2010:

    07. März 2010 – Curitiba (Brasilien)
    11. April 2010 – Puebla (Mexiko)
    02. Mai 2010 – Marrakech (Marokko)
    23. Mai 2010 – N.N. (Italien)
    20. Juni 2010 – Zolder (Belgien)
    04. Juli 2010 – Portimão (Portugal)
    18. Juli 2010 – Brands Hatch (Großbritannien)
    01. August 2010 – Brno (Tschechien)
    05. September 2010 – Oschersleben (Deutschland)
    09. September 2010 – Valencia (Italien)
    31. Oktober 2010 – Okayama (Japan)
    21. November 2010 – Macau (China)

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    VLN: rent2Drive Racing mit mäßigem ErfolgVLN: 9. Run BF Goodrich Longdistance Championship – rent2Drive Racing with moderate success

    Von Sascha Kröschel | 22.Oktober 2009

    Beim 9. Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft, der vom  Automobil Club Monheim 1971 e. V ausgerichtet wurde, startete der rent2Drive BMW mit einer neuen Fahrerpaarung. Zum ersten Mal auch sollte der BMW M3 E46 von Partner Darius Drzensla in der Klasse V6 bei herbstlichen Wetterkapriolen auf dem Nürburgring an den Start gehen.

    Neben dem Stammfahrer Michael Heimrich griffen die Italiener  Marco Biancardi (Mailand) und Mario Bertola (Turin) in das Lenkrad des rent2Drive BMW. Beim Training zeigte sich die Eifel von seiner typischen Seite. Nebel bei Start und Ziel, Hagel im Brünnchen und zur Abwechslung mal Regen und Sonnenschein. Unter diesen Umständen hieß es für die zwei Neulinge und den erfahrenen Fahrer Michael Heimrich den rent2Drive BMW im Training unbeschadet und mit einer guten Zeit durch die grüne Hölle zu pilotieren. Nach dem Trainingsende stand eine 12:30.289 min. auf dem Zeitenmonitor, dies bedeutete Startplatz 8 in der Klasse V5.

    Für das Schwesterfahrzeug , den BMW M3 E46 war es bereits nach dem Training vorbei. Der von der Mannschaft rund um Darius Drzensla vorbereitet BMW  konnte bereits in den ersten 2 Runden des Trainings sein Potential zeigen. Leider kam es dann zu einem Eigenunfall, wodurch das Auto so beschädigt wurde das an einen Start nicht zu denken war.

    Den Start im rent2Drive BMW übernahm der erfahrenste Pilot Michael Heimrich. Dieser konnte durch konstante Rundenzeiten bei den nicht optimalen Wetterbedingungen einige Plätze gut machen, bevor er den BMW an den VLN-Neuling Marco Biancardi in Runde 9 übergab. Für  Marco lautete  die Devise Runden drehen um Rennerfahrung zu sammeln und sich aus allem raus zu halten. Sein Landsmann Mario Bertola übernahm dann in Runde 16 das Lenkrad. Mario konnte dann bei besseren Bedingungen die schnellste Rennrunde für den rent2Drive BMW mit einer Zeit von 10:54.715 in Runde 18 verbuchen bevor in der Schlussphase des Rennens wieder das typische Eifelwetter einsetzte und bessere Rundenzeiten zunichte machte.

    Bis auf den Unfall des Schwesterautos war es fĂĽr das rent2Drive Racing Team ein erfreuliches Wochenende, die Rookies im Team konnten Erfahrungen sammeln und einen 7. Platz in der Klasse V5 rausfahren.

    With the 9th run to the long distance championship BF Goodrich which was aimed by the car club of home Mon in 1971 inc. started to the rent2Drive BMW with a new driver’s mating. For the first time should also go for the BMW M3 E46 of partner Darius Drzensla in the class V6 with autumnal weather caprioles on the NĂĽrburgring to the start.

    Beside driver Michael Heimrich the Italians Marco Biancardi (Milan) and Mario Bertola (Turin) reached in the steering wheel of the rent2Drive BMW. In the training appeared the Eifel of his typical side. Fog by start and finish, hail in the little well and to the change sometimes rain and sunshine. Under these circumstances one said for two novices and the experienced driver Michael Heimrich the rent2Drive BMW in the training regardless of and with a good time by the green hell to driving. After the training end stood 12:30.289 min on the time monitor, this meant start field 8 in the class V5.

    For the sister’s vehicle, the BMW M3 E46 it was over already after the training. From the team all around Darius Drzensla BMW prepares his potential could already point in the first 2 laps of the training. Then, unfortunately, it came to an own accident by which the car was damaged so to a start not was to be thought.

    The pilot Michael Heimrich took over the start in the rent2Drive BMW. This could make good by steady lap times with the not optimum weather conditions some places, before he handed over the BMW to the VLN novice Marco Biancardi in lap 9. For Marco there was the foreign exchange laps turn around racing experience to collect and to keep out from all. Then his compatriot Mario Bertola took over in lap 16 the steering wheel. Then Mario could register with better conditions the quickest racing lap for the rent2Drive BMW with a time from 10:54.715 in lap 18 before in the final phase of the race again the typical Eifelwetter used and better lap times ruined.

    Up to the accident of the sister’s car it was for rent2Drive Racing a team a gratifying week-end, the Rookies in the team could collect experiences and the 7th field in the class V5.

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    FIA GT3 Zolder: Team rhino’s Leipert mit dabei

    Von Sascha Kröschel | 21.Oktober 2009

    Wenn vom 23. bis 25. Oktober 2009 die beiden Finalläufe der FIA GT3 Europameisterschaft im belgischen Zolder starten, wird auch das Team rhino’s Leipert am Start sein. Norman Knop und Ronnie Bremer gehen mit einem Mit einem 520 PS starken Ascari KZ1 ins Rennen.

    “Das Rennen ist für uns natürlich auch eine weitere Standortbestimmung im starken Feld der FIA GT3 Europameisterschaft“, so Teamchef Ingo Leipert.

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    Ralf Schumacher wird Teamchef

    Von Sascha Kröschel | 21.Oktober 2009

    Der Motorsport ist eine Sucht, von der man nicht so schnell los kommt. Auch wenn Ralf Schumacher (34) im nächsten Jahr nicht mehr in der DTM unterwegs sein sollte, wird der Wahl-Österreicher im Motorsport bleiben. Der Mercedes-Benz Werksfahrer leitet gemeinsam mit Peter Mücke, der in der DTM, Formel-3-Euroserie und Formel BMW engagiert ist, sein neues GP3 Team. Die Formel Rennwagen der GP3 sind für junge Nachwuchspiloten, die über die GP2 Serie in die Formel 1 wollen.

    Das Chassis des GP3 kommt von Dallara, der Antrieb von Renault (2,0-Liter Turbomotor mit 280 PS) und die Reifen werden exklusiv von Pirelli geliefert. Der GP3 ist so abgestimmt, dass sich ein junger Rennfahrer auf den nächsten Schritt, die GP2-Serie, vorbereiten kann. Im März 2010 wird das erste GP2 Rennen im Rahmen des GP von Spanien in Barcelona stattfinden. Insgesamt haben sich zehn Teams mit jeweils drei Autos sich bis 2012 verpflichtet bei der Nachwuchsserie teilzunehmen. Das Ralf Schumacher mit Peter Mücke zusammenarbeitet, ist kein Zufall. In der DTM fuhr der Ex-Formel-1-Pilot 2008 im DTM-Team von Mücke. Sollte Ralf Schumacher auch 2010 in der DTM fahren, kein logistisches Problem: Formel 1 und damit die GP3 überschneiden sich nicht mit dem Kalender der DTM.

    Themen: Motorsport |

    FIA GT: Teilnehmer / Teams / Fahrzeuge /Fahrer Zolder 2009

    Von Sascha Kröschel | 21.Oktober 2009

    Eingeschriebene Teilnehmer zum  Rennen der FIA GT auf dem Circuit Zolder in Belgien am 24.Oktober 2009 und am 25. Oktober 2009.

    Kl. Nr Team Fahrzeug Fahrer 1
    Nat Fahrer 2 Nat
    GT1 1 Vitaphone Racing Maserati MC 12 Michael Bartels GER A. Bertolini ITA
    GT1 2 Vitaphone Racing Maserati MC 12 Miguel Ramos POR Alex MĂĽller GER
    GT1 3 Selleslagh Racing Corvette Z06 Bert Longin BEL James Ruffier FRA
    GT1 4 Pekaracing Corvette Z06 M. Hezemans NED A. Kumpen BEL
    GT1 8 Sangari Team Brazil Corvette Z06 E. Bernoldi BRA Roberto Streit BRA
    GT1 11 Full Speed Racing Saleen S7 Twin Turbo S.  Lemeret BEL Luke Hines GBR
    GT1 14 K plus K Motorsport Saleen S7 K. Wendlinger AUT Ryan Sharp GBR
    GT1 18 K plus K Motorsport Saleen S7 Adam Lacko CZE TBA TBA
    GT1 19 Luc Alphand Aventures Corvette Z06 X. Maassen NED Thomas Biagi ITA
    GT1 33 Vitaphone Racing Maserati MC 12 A. Pier Guidi ITA Matteo Bobbi ITA
    GT1 35 Nissan Motorsports Nissan GT-R Michael Krumm GER Darren Turner GBR
    GT1 40 Marc VDS Racing Ford GT Bas Leinders BEL R. Kuppens BEL
    GT2 50 AF Corse Ferrari F430 Toni Vilander FIN G. Bruni ITA
    GT2 51 AF Corse Ferrari F430 A. B. Lopez ESP Niki Cadei ITA
    GT2 55 CRS Racing Ferrari F430 A. Garcia ESP Tim Mullen GBR
    GT2 56 CRS Racing Ferrari F430 A. Kirkaldy GBR Rob Bell GBR
    GT2 58 Trackspeed Porsche 911 GT3 RS S. Maassen GER David Ashburn GBR
    GT2 59 Trackspeed Porsche 911 GT3 RS TBA TBA TBA TBA
    GT2 60 Prospeed Competition Porsche 911 GT3 RS Emmanuel Collard FRA R. Westbrook GBR
    GT2 61 Prospeed Competition Porsche 911 GT3 RS tba   Marco Holzer GER
    GT2 77 BMS Scuderia Italia Ferrari F430 M. Malucelli ITA Paolo Ruberti ITA
    GT2 78 BMS Scuderia Italia Ferrari F430 Ettore Bonaldi ITA D. Romanini ITA
    GT2 95 Pecom Racing Ferrari F430 Luis Perez Companc ARG Matias Russo ARG
    GT2 97 Brixia Racing Porsche 911 GT3 RS Luigi Lucchini ITA M. Ragginger AUT

    (Stand: 19.10.2009)

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    Schlechte Zeiten fĂĽr Autodiebe

    Von Sascha Kröschel | 20.Oktober 2009

    Fahrer vieler jüngerer Pkw-Modelle von Alfa Romeo bis Volvo können sich jetzt sicherer fühlen: Eine neue Alarmanlage zum Nachrüsten von Waeco liefert digitalen Diebstahlschutz für etwa 160 Automodelle ab Baujahr 2001.

    Das digitale Sicherheitssystem der MagicSafe MS670 kommuniziert dabei unmittelbar mit den Can-Bus-Datenleitungen des Fahrzeugs. So erkennt es automatisch, ob Türen, Fenster oder Motorhaube geöffnet beziehungsweise geschlossen sind, und löst einen eindringlichen Alarm aus, sobald sich ein ungebetener Gast am Fahrzeug zu schaffen macht. Zusätzlich überwacht die Waeco Alarmanlage den Innenraum per Ultraschallsensoren. Zu guter Letzt weist das System eine doppelte Sicherung auf. Sollte ein Langfinger die Versorgung des Bordnetzes unterbrechen, springt eine akkugesicherte Back-up-Sirene ein, die jeden potenziellen Eindringling in die Flucht schlägt.

    In kritischen Situationen kann der Alarm zudem ĂĽber den Handsender direkt ausgelöst werden. Ist die Alarmanlage aktiviert, wird die vorhandene Zentralverriegelung automatisch geschlossen. Gleiches funktioniert auch umgekehrt: Wird die Anlage deaktiviert, öffnet sich die Zentralverriegelung. Und das ĂĽber den originalen Handsender des Fahrzeugs – komfortabel und fĂĽr AuĂźenstehende nicht zu erkennen.

    Die MagicSafe MS670 Anlage wird durch die Eingabe eines Codes fahrzeugspezifisch programmiert und lässt sich dann mit dem normalen Handsender des Fahrzeugschlüssels bedienen. Die MagicSafe MS670 Alarmanlage ist e-zertifiziert und kostet 299 Euro.

    Bitte klicken Sie hier, um die fahrzeugspezifische ProgrammĂĽbersicht downzuloaden (PDF)

    Weitere Informationen erhalten Sie unter 0 22 04 / 2019-0

    Themen: Werkstatt |

    Morgan Motor Company – Die britische Fahrzeug Manufaktur wird 100 Jahre

    Von Sascha Kröschel | 20.Oktober 2009

    Im besten Sinne ‚altmodisch‘ sind die Sportwagen der britischen Marke Morgan. Seit nun 100 Jahren rollen die puristischen Fahrzeuge technisch nur dezent weiterentwickelt aus der Manufaktur. Noch heute werden Techniken aus dem Kutschenbau eingesetzt. So wundert es nicht, dass die Marke auch den Rekord fĂĽr den am längsten produzierten Serien-Pkw der Welt hält.

    In einer Garage in Malvern Link in England bastelt im Jahr 1909 Harry Frederick Stanley Morgan sein erstes Auto, ein Dreirad mit zwei gelenkten Vorderrädern und nur einem Hinterrad, das ein sieben PS starker Zweizylindermotor von Peugeot antreibt.

    Seine Freunde sind von seinem Mobil so angetan, dass Morgan sich zum Bau weiterer Fahrzeuge überreden lässt und noch im selben Jahr die Morgan Motor Company gründet. Die skurrilen „Three Wheeler“ (dt. Dreiräder) werden zum Verkaufserfolg. Sie sind steuerlich begünstigt, da sie nur über ein angetriebenes Rad verfügen und so zur Gattung der Motorräder zählen. Rund 3 000 Exemplare werden in den zwanziger Jahren in Malvern Link in der Nähe von Birmingham gebaut.

    Im Lauf der Jahre wächst die Modellpalette, die „Three Wheeler“ gibt es als Zwei- und Viersitzer, sogar als Lieferwagen mit Kastenaufbau werden sie gebaut. Und sie treten auf Rundstrecken und bei Geländerennen an, wo die bezahlbaren Spaßfahrzeuge etliche Geschwindigkeitsrekorde erzielen. So schafft schon 1928 ein „Three Wheeler“ Tempo 180. Die Erfolge im Motorsport machen die junge Marke bekannt.

    1935 kommt das erste vierrädrige Auto, der Morgan 4/4 (Four Four) ins Programm. Den leichten Sportwagen verkauft Morgan noch heute – hier und da ein wenig modifiziert, aber konzeptionell im Prinzip unverändert. Damit dĂĽrfte der 4/4 weltweit das am längsten in Serie gebaute Fahrzeug sein.

    Wie gehabt kĂĽmmert man sich bei Morgan um die Fertigung von Fahrwerk, Rahmen und Karosserie, die Motorentechnik kauft man von Fremdfirmen dazu. Eine bis heute beibehaltene Praxis des Unternehmens. Den ersten Morgan 4/4 befeuerte ein Coventry Climax-Motor, mit 1,1 Liter Hubraum und 34 PS.

    Neben wechselnden und immer stärker werdenden Motoren erfährt der Morgan 4/4 in den mittlerweile mehr als sieben Jahrzehnten seiner Bauzeit gerade mal eine optische Ăśberarbeitung. Im Jahre 1954 integriert Morgan die bis dahin frei stehenden Scheinwerfer in die Karosserie, die Frontpartie bekommt ihre typische Wölbung. Der Rest ist ‚traditionell‘, die Vorderachse etwa entspricht immer noch der Konstruktion von 1909 aus dem ersten „Three Wheeler“. Noch heute werden die Rahmen, wie im Kutschenbau, in Handarbeit aus Eschenholz gesägt und gehobelt. Mit einer aus dem Jahr 1915 stammenden, handbetriebenen Maschine und einem geglätteten Baumstamm bringt man auch noch im dritten Jahrtausend Karosserieteile in Form.

    Die Frage, warum Morgan seit mehr als 70 Jahren ein und dasselbe Auto baut, beantwortet Charles Morgan, der das Familienunternehmen seit 1999 in dritter Generation leitet, knapp und präzise: ‚Weil die Kunden es so wollen‘. Aktuell treibt ein 82 kW/112 PS starker 1,6-Liter Ford Duratec Motor den rund 800 Kilogramm leichten Roadster an. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei rund 185 km/h.

    Ein großer Wurf gelingt dem Unternehmen 1968 mit dem Morgan Plus 8, dem wohl klassischsten aller Roadster. Im Prinzip ist der Plus 8 ein Morgan 4/4 mit längerem Radstand und einem Rover-V8-Triebwerk unter der verlängerten Motorhaube. Auch in Deutschland wird Morgan mit dem Bestseller zum Mythos unter Sportwagen-Kennern. Auch der Plus 8 ist heute noch im Programm, wird aber von einem V6-Benziner angetrieben und heißt daher schlicht und einfach Morgan Roadster.

    Im Jahr 2000 kommt mit dem Aero Eight die dritte Modellreihe, fĂĽr Morgan nach mehr als sechs Jahrzehnten die erste komplette Neuentwicklung. FĂĽr eingefleischte Morgan-Fans ist das Design mit den ’schielenden‘ Frontscheinwerfern gewöhnungsbedĂĽrftig. Die schräge Optik ist auch Resultat einer vom Windkanal diktierten aerodynamischen, aber weiterhin unverkennbaren Roadster-LinienfĂĽhrung. Unter der Haube kommt ein Achtzylindermotor von BMW zum Einsatz, der in seiner aktuellen Version aus 4,8 Litern Hubraum 271 kW/368 PS entwickelt.

    Im aktuellen Jubiläumsjahr baut Morgan vermutlich um die 700 Fahrzeuge, so viele wie nie zuvor seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Rund 100 davon dĂĽrften nach Deutschland kommen. Von Wirtschaftskrise also keine Spur. Und das alles in einer Manufaktur, die fĂĽr den Bau eines Fahrzeugs 14 Tage braucht. Hier ist Handarbeit noch Trumpf. So ganz nebenbei ist Morgan die wohl älteste im Familienbesitz befindliche Automarke der Welt – und, neben Bristol, aktuell der wohl letzte noch existierende rein britische Autohersteller.

    Auch für die Zukunft scheint Morgan gerüstet. 2008 zeigte man auf dem Genfer Autosalon das Lifecar, ein Null Emission Fahrzeug mit Brennstoffzellen und Bremsen-Energie-Rückgewinnung. Rund 650 Kilo leicht soll das Fahrzeug sein, das über vier aufs Chassis montierte Elektromotoren verfügt. Die Reichweite soll bei rund 400 Kilometern liegen, der Kraftstoffverbrauch bei 1,8 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer Fahrstrecke. Beste Chancen also für das Werk, auch die nächsten Jahre als Familienunternehmen zu bestehen.

    Am kommenden Wochenende (24.10.2009 – 25.10.2009) starten im Rahmen der FIA GT3 Europameisterschaft zwei Morgan Aero 8 Super Sport GT3 Fahrzeuge auf dem Circuit Zolder in Belgien.


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